Mo, 21. Mai 2018

Mann drohte Ex-Frau

02.06.2015 08:45

Hasstiraden auf Facebook: Gericht hebt Urteil auf

Der Oberste Gerichtshof der USA hat das Urteil gegen einen verlassenen Ehemann aufgehoben, der seiner Wut über die Trennung mit Mord- und Bombendrohungen auf Facebook Luft gemacht hatte. Der Supreme Court entschied am Montag mit sieben zu zwei Stimmen, dass es im konkreten Fall keine ausreichende Grundlage für eine Verurteilung gegeben habe. Einer grundsätzlichen Entscheidung über die Grenzen der Meinungsfreiheit in sozialen Netzwerken im Internet wichen die Richter aus.

"Es gibt einen Weg, dich zu lieben, aber Tausende Wege, dich zu töten", hatte der Mann geschrieben, als seine Frau ihn nach sieben Jahren Ehe mit den beiden gemeinsamen Kindern verlassen hatte. In weiteren Facebook-Einträgen malte er sich einen Bombenanschlag und Schießereien an Schulen aus.

Der verlassene Ehemann aus dem Bundesstaat Pennsylvania war darauf hin zu einer 44-monatigen Haftstrafe verurteilt worden. Vor Gericht verglich er seine Tiraden mit gewalttätigen Rap-Texten und erklärte, er nehme für sich die gleichen Freiheiten wie ein Künstler oder Sänger in Anspruch.

Rückendeckung bekam er nun vom Obersten Gerichtshof. Nach Auffassung des Supreme Court hätte die Staatsanwaltschaft beweisen müssen, dass hinter den Drohungen eine tatsächliche Absicht stehe. Stattdessen habe die Anklage lediglich als Kriterium angelegt, dass eine "vernünftige Person" die Facebook-Einträge des Mannes als Drohung ernst nehmen könnte. Der Fall muss nun vor einem niedrigeren Gericht erneut verhandelt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Sieg gegen die Schweiz
Schweden erobert WM-Titel im Penaltyschießen
Eishockey
Serie A
Inter holt letztes Champions-League-Ticket
Fußball International
Primera Division
Barcelona besiegt Sociedad bei Iniesta-Abschied
Fußball International
Nachwuchs-Fußball
Niederlande holt U17-EM-Titel im Elfmeterschießen
Fußball International
Innenverteidiger
Maresic verlängert bis 2020 bei Sturm Graz
Fußball National
Spieler der Saison
Valon Berisha versteht Zulj-Wahl nicht
Fußball National
Achter Masters-Triumph
Nadal nach Sieg in Rom wieder Nummer eins
Tennis

Für den Newsletter anmelden