Mo, 26. Februar 2018

U20-WM in Neuseeland

02.06.2015 07:48

ÖFB-Youngsters feiern 2:1-Zittersieg gegen Panama

Österreichs U20-Nationalteam steht bei der WM in Neuseeland vor dem Einzug ins Achtelfinale. Im zweiten Gruppenspiel setzte sich die ÖFB-Elf am Dienstag gegen Panama trotz zwischenzeitlichem Rückstand mit 2:1 (1:1) durch und hält in Gruppe B nun bei vier Zählern. In einem verrückten Spiel verschossen die Youngsters von Trainer Heraf gleich zwei Elfmeter.

Fidel Escobar brachte Panama in der 38. Minute voran, in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte erzielte Österreich durch ein Eigentor von Chin Hormechea aber den Ausgleich. Valentin Grubeck gelang in der 51. Minute per Kopf der schlussendlich entscheidende Treffer. Die Rot-Weiß-Roten vergaben gegen am Ende zu neunt spielende Mittelamerikaner durch Florian Grillitsch (64.) und Markus Blutsch (83.) danach noch zwei Elfmeter. Die beiden Topgereihten jeder Gruppe sowie die vier besten Dritten der sechs Pools erreichen die Runde der besten 16.

Lienhart nach Gehirnerschütterung nur auf der Bank
Heraf musste nach Schlusspfiff in Wellington somit einmal tief durchatmen. Seine Schützlinge hatten es unfreiwillig bis zuletzt spannend gemacht. Gegen die zuvor 13 Pflichtspiele unbesiegten Panamaer konnte Heraf auf die zuletzt angeschlagenen Daniel Rosenbichler und Grillitsch vertrauen. Philipp Lienhart saß nach seiner Gehirnerschütterung beim 1:1 gegen Ghana hingegen auf der Bank und wurde in der Innenverteidigung von Francesco Lovric ersetzt. Weiters spielte Andreas Gruber dieses Mal von Beginn an.

Das Spiel entwickelte sich für Österreich dann wie erwartet zur harten Nuss. Die vom Argentinier Leonardo Pipino trainierten Mittelamerikaner waren defensiv straff organisiert und teilten mitunter auch ordentlich aus. Für die zu oft mit hohen Bällen agierenden Österreicher ergab sich in der ersten Spielhälfte nur eine Chance aus dem Spiel heraus. Bernd Gschweidl scheiterte in der 12. Minute an Keeper De Gracia.

Der Gegner nutzte bei stark einsetzendem Regen hingegen seine Möglichkeit. Innenverteidiger Escobar - zuvor durch eine Boxeinlage gegen Grillitsch aufgefallen - marschierte unbedrängt Richtung Tor, sein strammer Schuss schlug unhaltbar für ÖFB-Torhüter Tino Casali im Gehäuse ein. Österreich ließ sich davon nicht entmutigen und schaffte noch vor der Pause den wichtigen Ausgleich: Einen Rasner-Freistoß bugsierte Panamas Kapitän Hormechea via Innenstange ins eigene Tor.

Zwei Elfmeter vergeben
Die zweiten 45 Minuten begannen für die Österreicher dann ebenfalls nach Maß. Nachdem eine Attacke von Escobar an Gruber im Strafraum noch ungeahndet blieb, setzte Grubeck eine Flanke von Sturmpartner Gschweidl per Kopf in die Maschen. Die Chance auf eine Vorentscheidung ließ danach Grillitsch aus. Der ansonsten starke Bremen-Legionär scheiterte mit einem schwachen Elfer an De Gracia, nachdem Gruber im Strafraum zu Fall gebracht wurde.

Die Heraf-Elf musste weiter zittern, auch wenn sich die Abwehr um den sicheren Rückhalt Casali zumeist sattelfest präsentierte. Dass der am Ende zu neunt agierende Gegner im Spiel blieb, war Österreichs Nervenschwäche vom Punkt zu "verdanken". Nach Grillitsch blieb De Gracia auch gegen den eingewechselten Blutsch Sieger, Pereira hatte zuvor per Hand vor der Linie geklärt und dafür Rot gesehen. Hormechea war schon zwei Minuten zuvor nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig vom Platz gegangen.

Argentinien verliert
Zum Abschluss geht es für die Mannschaft von Trainer Andreas Heraf am Freitag (6 Uhr) gegen Argentinien. Der Gruppenfavorit hat im letzte Spiel eine Niederlage kassiert. Gegen Ghana musste sich der Rekordweltmeister in dieser Altersklasse am Dienstag mit 2:3 (0:1) geschlagen geben. Vor dem Gruppenfinale am Freitag gegen die ÖFB-Auswahl hält Argentinien damit nur bei einem Zähler, Ghana hat wie Österreich vier Punkte zu Buche stehen.

Die Westafrikaner gingen in Wellington durch Benjamin Tetteh (44.) kurz vor der Pause in Führung und bauten diese durch Tore von Clifford Aboagye (59.) und Yaw Yeboah (69./Elfmeter) bis auf 3:0 aus. Die Südamerikaner kamen erst zu spät durch Giovanni Simeone (80.), den Sohn von Atletico Madrids Trainer Diego Simeone, und Emiliano Buendia (90.) auf Touren. Der sechsfache U20-Weltmeister ist im Rennen um den Achtelfinal-Aufstieg nun auf einen Sieg gegen Österreich angewiesen.

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