Mi, 22. November 2017

Komfortabler radeln

16.06.2015 10:50

Was Sie beim Kauf eines E-Bikes beachten sollten

Waren sie zu Beginn bei Sportlern als "Fahrräder für Faule" verpönt, erfreuen sich E-Bikes mittlerweile zunehmender Beliebtheit - schließlich bietet das Radfahren mit Motorunterstützung in vielen Situationen Vorteile. Worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie hier.

Was ist ein E-Bike?
E-Bikes sind Fahrräder, bei denen im Bedarfsfall ein Elektromotor einspringt und den Pedalritter somit entlastet. Das kann in vielen Situationen sehr angenehm sein: beim Bergauffahren, bei Gegenwind, aber auch, wenn man auf dem Weg in die Arbeit nicht unbedingt ins Schwitzen kommen möchte.

Von E-Bikes oder Pedelecs spricht man, solange der Motor eine Unterstützung bis maximal 25 km/h ermöglicht. Achtung: Wird eine höhere motorisierte Geschwindigkeit erreicht (Akku schaltet sich bei Überschreitung von 25 km/h nicht selbsttätig ab) und hat der Motor mehr als 600 Watt, kann das zu rechtlichen Problemen führen. Denn nur bis zu diesen Grenzwerten gilt ein E-Bike uneingeschränkt als Fahrrad, braucht keine Betriebsgenehmigung und unterliegt nicht der Helmpflicht. Finger weg daher von Billigsträdern, da diese die Grenzwerte - insbesonder die automatische Motor-Abschaltung - oft nicht erfüllen.

Bevor Sie zum Händler gehen, überlegen Sie sich, für welche Touren Sie das E-Bike verwenden wollen: Kurze Strecken oder Tagestouren? Genussfahrten oder sportliches Fahren? Fahren Sie in der Ebene oder machen Sie Bergtouren? Und wie lange wollen Sie durchschnittlich unterwegs sein?

Welcher Antrieb?
Generell wird zwischen Vorderrad- und Hinterrad-Nabenmotoren sowie Mittelmotoren unterschieden, wobei Letztere in den Rahmen integriert sind. Der Trend geht in Richtung Mittelmotoren, da diese einen tiefen Schwerpunkt haben und so ein Fahrgefühl ähnlich wie mit dem normalen Fahrrad gegeben ist. Auch erlaubt der Mittelmotor eine Kombination mit verschiedenen Schalttypen, die Nabenmotoren sind hier eingeschränkter, was zu weniger komfortablen Schaltungen führt. Für sportliche Fahrer sind dagegen Hinterrad-Nabenmotoren gut geeignet, da sie das Rad gezielt anschieben und eine bessere Kraftübertragung ermöglicht wird. Allerdings ist der Schwerpunkt hinten am Rad, was für die Balance gewöhnungsbedürftig ist. Auch haben diese Moteren meist eine geringere Reichweite (manche haben dafür bereits Energierückgewinnung eingebaut) bzw. können bei länger dauernder Belastung bergauf wegen Überhitzung abschalten.

Sitzkomfort
Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welches E-Bike zu Ihnen passt. Wichtig ist, dass Sie eine komfortable Sitzhaltung einnehmen können, damit lange Touren wirklich ein Vergnügen werden. Sie sollten in einer normalen Sitzhaltung keinen Rundrücken haben und die Arme nicht durchstrecken müssen.

Testen Sie das E-Bike ausgiebig. Besonders wichtig neben dem Sitzkomfort ist der Antritt: Wie leicht können Sie das Bike in Bewegung setzen, welche Schaltstufen gibt es, wie hoch ist die Tretunterstützung? Vergleichen Sie nach Möglichkeit verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Antrieben und Schaltungen, damit Sie selbst den Unterschied und die am besten geeignete Variante erkennen. Auch wichtig: Testen Sie die Bremsen! Diese müssen gut greifen, da das Bremsen beim E-Bike größere Kraft erfordern kann. Schenken Sie generell der Verarbeitung des Rades besonderes Augenmerk, da bei E-Bikes andere Kräfte bei Beschleunigung und Bremsen wirken. Bei schlechter Verarbeitung ist das Rad sonst sehr bald nach dem Kauf teurer Schrott.

Achten Sie auch darauf, wie groß die Reichweite des Akkus ist (25 bis etwa 100 km), damit Sie die Touren Ihrer gewünschten Länge auch ohne Probleme fahren können. Greifen Sie nicht, um zu sparen, zu einem alten Modell, da Sie sonst spätestens beim ersten Akkutausch keine Ersatzteile bekommen und sich dann ein neues E-Bike kaufen müssen. Informieren Sie sich auch, wie lange die Ladezeiten des Akkus sind und wie das Aufladen (insbesondere unterwegs) funktioniert.

Preislich sind Pedelecs ab etwa 1.000 Euro bis etwa 3.000 Euro zu haben. Gute Hersteller geben bis zu fünf Jahre Garantie, manche sprechen auch eine Mindesthaltbarkeit für den Akku aus.

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