Sa, 18. November 2017

Tschick als Ursache

30.05.2015 19:24

Brand fordert 2 Todesopfer, Pensionistin gerettet

Tragische Szenen haben sich in der Nacht auf Samstag bei einem Wohnhausbrand im steirischen Leoben abgespielt: Eine Pensionistin bemerkte das Feuer, schrie aus dem Fenster um Hilfe und wurde von Zeugen mittels Bagger gerettet. Für eine 24-jährige Bewohnerin und ihren Lebensgefährten (43) kam hingegen jede Hilfe zu spät. Der Brand dürfte durch eine glosende Zigarette entfacht worden sein.

Die Frau und ihr Lebensgefährte waren am Abend noch in einem Lokal gewesen, der Mann kam vor der 24-Jährigen nach Hause. Er legte sich in der Wohnung im ersten Stock schlafen. Die junge Frau kehrte eine Stunde später heim. Auch sie ging schlafen, allerdings nicht im Schlafzimmer, sondern in einem angrenzenden Büro. Die Türen zwischen den Räumen waren offen.

Zeugen retten Pensionistin mittels Bagger
Die 86-jährige Adoptivmutter des Mannes war es, die den Brand wenig später bemerkte und Alarm schlug. Die Pensionistin öffnete ihr Fenster und rief laut um Hilfe. Besucher eines nahe gelegenen Lokals bemerkten das, alarmierten die Einsatzkräfte und retteten die 86-Jährige. Sie fuhren einen Bagger an die Hauswand, die Pensionistin kletterte über die Baggerschaufel nach unten. Sie wurde leicht verletzt.

24-Jährige im Schlaf erstickt
Das Feuer hatte im Schlafzimmer seinen Ausgang genommen - vermutlich entfacht durch eine Zigarette. Der 43-Jährige dürfte den Brand noch bemerkt haben. "Er verließ das Zimmer und brach im Gang zur Küche zusammen. Dort fand ihn die Feuerwehr", so Alexander Schantl vom Landeskriminalamt. Der Mann verstarb später im Krankenhaus.

Die Leiche der jungen Frau wurde in "normaler Schlafposition" im Büro gefunden. "Die 24-Jährige dürfte den Brand nicht bemerkt haben." Todesursache dürfte eine Rauchgasvergiftung gewesen sein, sagte Schantl.

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