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11.04.2006 14:38

SPÖ: verpflichtendes Vorschuljahr gefordert

Kritik an der Bildungspolitik der Regierung übte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos. Im Bildungsbereich seien "die tatsächlichen Probleme ungelöst", Österreich sei in den letzten Jahren "dramatisch abgerutscht". Als Vorschläge nannte Darabos die Forderung nach einem verpflichtenden Vorschuljahr sowie nach 100.000 Ganztags- und Nachmittagsbetreuungsplätzen bis zum Zeitraum 2010-2012.

Sechs Jahre schwarz-blauer Bildungspolitik hätten "die Chancengleichheit in Österreich verringert", die SPÖ trete an, um sie wieder herzustellen, erklärte Darabos. Von den Vorschlägen, die die Zukunftskommission vor einem Jahr lieferte, sei bisher "so gut wie nichts" umgesetzt worden. Bildungsministerin Gehrer habe ein Schulpaket mit acht Maßnahmen angekündigt, von dem bisher "zwei Paketchen" umgesetzt worden seien.

"Keine echte vorschulische Förderung"
Immer noch gebe es Klassen mit 30 Schülern, was pädagogisch nicht sinnvoll sei, so Darabos. Außerdem gebe es "keine echte vorschulische Förderung", die individuelle Förderung werde nicht intensiviert: "Es gibt nach wie vor nicht ausreichend Ganztags- und Nachmittagsbetreuungsplätze in Österreich." Statt einer Modernisierung der Bildungsinhalte gebe es "Kampagnen in der Höhe von 800.000 Euro unter dem Motto: Neue Schule". Damit könnte man 30 bis 40 Lehrer beschäftigen, meinte der SPÖ-Politiker.

Regierung kontert
Kritik an den Darabos Aussagen übten ÖVP und Freiheitliche: Anstatt permanent die gute Arbeit der Bundesregierung schlecht zu machen, solle die SPÖ lieber "in den eigenen Reihen aufräumenden", erklärte der burgenländische ÖVP-Landesgeschäftsführer Halper. Die SPÖ solle vor der eigenen Tür kehren, erklärte die freiheitliche Bildungssprecherin im Burgenland Benkö.

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