Sa, 25. November 2017

Nach Tesla

28.05.2015 09:27

Auch Daimler bringt Riesen-Akku für Haushalte

Der deutsche Autohersteller Daimler drängt nach dem US-amerikanischen Elektroauto-Pionier Tesla ebenfalls ins Geschäft mit stationären Energiespeichern. Die ersten Batterien sollen im Frühsommer auf den Markt kommen, erklärte der Entwicklungsleiter der Elektrik bei Mercedes-Benz Cars, Harald Kröger.

Daimlers erster Speicher für industrielle Anwendungen mit einer Kapazität von mehr als 500 Kilowattstunden ist bereits am Netz. Er wird in einem Gemeinschaftsunternehmen im sächsischen Kamenz betrieben. Speicher für Privathaushalte will Daimler zunächst zusammen mit dem baden-württembergischen Versorger EnBW anbieten. Die Speicher sollen im Juni bestellbar und ab Herbst verfügbar sein. Der Konzern verwendet für die Speicher die Batterietechnik, die auch in seinen E-Autos eingesetzt wird. Gefertigt werden sie von der Daimler-Tochter Accumotive.

Verträge mit anderen Energieversorgern und Vertriebspartnern
Über Preise und Umsatzerwartungen wollte der Daimler-Manager noch keine Aussage machen. Es sei noch zu früh zu sagen, in welcher Größenordnung sich das Wachstum bewegen werde, sagte Kröger. Teslas Anfang Mai vorgestellte Batterie-Pack für Privathaushalte soll vom Sommer an für 3.000 Dollar vertrieben werden. "Wir werden wettbewerbsfähig sein", sagte Kröger. Der Stuttgarter Autobauer will seine Speicher ebenso wie Tesla international vertreiben. "Wir sind dabei, Verträge mit Versorgern und anderen Vertriebspartnern zu verhandeln", sagte Kröger.

Energiespeicher für Inseln und Co.
Die Speicher sollen zum Beispiel in Privathaushalten eingesetzt werden, die selbst Sonnenenergie produzieren. Es gebe aber auch Anfragen von industriellen Verbrauchern, die Leistungsspitzen glätten wollten, so Kröger. "Das sind zum Beispiel Fußballstadien, die einmal in der Woche ihre Flutlichtanlage einschalten." Die Stromversorgung auf Inseln sei ein anderes Anwendungsbeispiel. Darüber hinaus gebe es viele Märkte, in denen die Stromversorgung unsicher sei. Ein Einzelmodul für Privatanwender hat bei Daimler eine Leistung von 2,5 Kilowattstunden. "Im Heimbereich sind Leistungen von fünf bis 20 Kilowattstunden denkbar", so Kröger. Für den industriellen Einsatz können die Batterien beliebig erweitert werden.

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