Do, 19. April 2018

Polizei gefordert

10.04.2006 18:15

Oberösterreich soll nun wieder sicherer werden

Die Angst vor Diebsbanden und Gewalttätern wächst, der Ruf nach mehr Polizei wird lauter. Doch der neueste Quartalsbericht der Kriminalstatistik soll beweisen, dass Oberösterreich wieder sicherer wird: Die Einbrüche wurden um ein Viertel, die Körperverletzungen um sieben Prozent weniger, die Diebstähle aber um 5,4 Prozent mehr - 4446 Mal griffen Langfinger zu.

Oberösterreichs Landespolizeikommandant-Stellvertreter glaubt, dass der besorgniserregende Anstieg der Kriminalität bis zum Jahr 2004 heuer erstmals spürbar gestoppt werden könnte: „Nicht durch statistische Kosmetik, denn die Quartalszahlen von heuer und aus den ersten drei Monaten des Vorjahres lassen sich nun echt vergleichen“, erwidert Generalmajor Andreas Pilsl dem schärfsten Polizeireformkritiker, SPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider.

Dieser verlangt 3000 zusätzliche Polizisten für Österreich, weil seit 1999 die Anzahl der Straftaten von 493.246 auf 605.272 gestiegen und gleichzeitig die Aufklärungsquote von 51,4 auf 40 Prozent gesunken sei: „Noch schlimmer, weil viele Opfer auf Anzeigen verzichten, weil die Polizei wegen Personalmangels nichts tun kann“, sagt Haider, dass die Versicherungen 70 Prozent mehr Schadensfälle durch Einbrüche hätten.

„Kann nicht stimmen, denn jedes Opfer braucht eine Anzeige“, kontert Pilsl: In Oberösterreich sei im ersten Quartal 06 die Anzahl der Einbrüche um ein Viertel auf 2065 gesunken, in Linz um ein Drittel. „Und nichts getürkt!“

 

 

 

Foto: Chris Koller

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