Mo, 23. Oktober 2017

Amoklauf in Wien

26.05.2015 18:03

In den Linzer Straßenbahnen schläft „Big Brother“

Nach der mörderischen Schießerei in einer Wiener Tram flammt in Linz die Diskussion um Videoüberwachung in „Öffis“ wieder auf. Denn der Todesschütze konnte in Wien gefilmt und identifiziert werden. In Linz wäre das unmöglich, die Chefetage der Linz AG steht auf der Bremse, "Big Brother" schläft...

"Wir sehen aufgrund der Sicherheitslage in Linz keinen Grund dafür, die Videoüberwachung einzuführen", wehrt Linz-Linien-Geschäftsführer Albert Waldhör seit Jahren sämtliche solcher Begehrlichkeiten ab. In der Landeshauptstadt fahren 56 Straßenbahnen, 86 Gas-Busse und 18 O-Busse, die allerdings knapp vor dem Ausgedinge stehen. In den Bussen ist eine Videokamera gesetzlich vorgeschrieben, in den Bims werden die Kameras mittels Notrufknopf im Türbereich aktiviert. Aber nichts wird aufgezeichnet. Einzige Ausnahme sind die Kameras an den Haltestellen der Mini-U-Bahn. Per Gesetz wird das Gefilmte 36 Stunden lang aufbewahrt, dann aber gelöscht. Wie berichtet, konnten Videoaufnahmen in einer Wiener Straßenbahn zwei mutmaßliche Todesschützen entlarven - sie werden gesucht!

"Wir haben im Jahr durchschnittlich zwei Übergriffe auf unser Personal und 15 Übergriffe auf Kontrolleure, mehr nicht", erklärt Waldhör, muss aber einräumen, dass Attacken auf Fahrgäste nicht gemeldet und gezählt werden. Eine "Krone"-Umfrage zeigt, dass junge Fahrgäste kein Problem mit dauernder Überwachung hätten, doch die Älteren sind in diesem Punkt sehr skeptisch.

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