Di, 21. November 2017

Finanzdirektor:

25.05.2015 18:43

„Song Contest wird ORF weniger kosten als geplant“

Die Ausrichtung des Eurovision Song Contests durch den ORF wird allgemein als Erfolg gewertet. Nach dem Finale Samstagnacht wartet Finanzdirektor Richard Grasl nun mit einer weiteren guten Nachricht auf: Das Budget für die Großveranstaltung habe nicht nur gehalten, sondern dürfte sogar unterschritten werden.

"Aus heutiger Sicht sieht es so aus, dass wir das Budget von 15 Millionen Euro sogar unterschreiten können, wenn man sämtliche finanzielle Faktoren, die den ORF betroffen haben, zusammenzählt. Der Song Contest wird den ORF in Summe weniger kosten als geplant", so Grasl am Montag. Konkret werde es zwar keine ganze Million Euro weniger sein, aber man sei jedenfalls darunter, obwohl man die Ausgaben für die Sicherheit erhöhen habe müssen.

"Die Ausgaben waren unabdingbar notwendig. Mit der Sicherheit spielt man nicht. Aber wir hatten auch höhere Einnahmen - insbesondere im Kartenverkauf, aber auch bei den Werbeblöcken", so der Finanzdirektor. Diese seien so stark nachgefragt gewesen, "dass wir im Vergleich zu einem normalen Fernsehprogramm im Mai deutliche Mehreinnahmen hatten. Dadurch liegen wir insgesamt netto für den ORF besser als geplant".

"Derzeit kommen noch Rechnungen herein"
Beim Ticketverkauf habe man knapp vier Millionen Euro erlösen können, bei den Werbeblöcken dürfte knapp eine Million Euro mehr eingenommen werden "als in dieser Zeit normalerweise üblich". Die Zahlen seien aber ein vorläufiges Ergebnis, die endgültige Abrechnung erfolge noch. "Derzeit kommen noch Rechnungen herein und der Abbau in der Stadthalle läuft noch", so Grasl. "Aus jetziger Sicht traue ich mir aber die Prognose zu, dass der ESC den ORF weniger gekostet hat. Wir haben übernächste Woche den Stiftungsrat als Aufsichtsgremium, und da glauben wir, dass wir schon eine endgültige Abrechnung präsentieren können."

Dass sich die Frage einer erneuten Ausrichtung des Song Contests im kommenden Jahr "ja bei Weitem" nicht stellt, bringe schon auch eine Erleichterung für den ORF mit sich. "Es war eine tolle Sache, ihn austragen zu dürfen, zumal er so erfolgreich war", so der Finanzdirektor, aber angesichts der Fußballeuropameisterschaft und der Olympischen Spiele "wäre es sicherlich eine große Herausforderung gewesen".

Stadthallenumbau billiger als gedacht
Bereits vor Beginn der Song-Contest-Woche hatte Stadthallen-Finanzchef Kurt Gollowitzer eine erfreuliche Nachricht für die Steuerzahler: Die Umbaukosten für das Mega-Event würden "sicher im Budgetrahmen" von 8,89 Millionen Euro bleiben. Es soll sogar möglich sein, "einen sechsstelligen Betrag" ans Rathaus zurückzugeben.

Insgesamt dürfte Wien vom Song Contest enorm profitieren: "Die Wertschöpfung summiert sich auf 38 Millionen Euro, die zusätzlichen Steuereinnahmen machen 16 Millionen Euro aus, der Werbewert für Wien ist jenseits von 100 Millionen Euro anzusetzen", rechnet Gollowitzer vor.

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