Do, 18. Jänner 2018

Aus 2D mach 3D

10.04.2006 12:08

Commandos Strike Force

Der vierte Teil der Commandos-Serie ist da und präsentiert sich in einem vollkommen neuen Gewand. Die Entwickler der spanischen Firma Pyro Studios haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um aus dem bekannnten 2D-Echtzeittaktik-Game einen Shooter zu machen.

Wir schreiben das Jahr 1942, Frankreich und Norwegen sind schon gefallen, England steht kurz vor der Kapitulation. Russland wird von der Luftwaffe der Nazis bombardiert. Es gibt keine Zeit zu verlieren, da die Freiheit Europas und das Schicksal der Welt auf dem Spiel stehen.

Bei Commandos Strike Force steuert der Spieler drei verschiedene Commandos mit unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Das schlagkräftige Team besteht aus einem Green Beret, einem Spion und einem Scharfschützen. Der Green Beret heißt Francis O’Brien, er kann zwei Waffen benutzen: Handgranaten werfen und Gegner von hinten erdolchen. George Brown ist der Spion, er kann sich feindliche Uniformen anziehen und sich so unter die feindlichen Soldaten mischen. Doch Vorsicht ist geboten: Nur rangniedrigere Soldaten fallen auf diesen Trick herein.

George Brown ist ein klassischer Spion, er verwendet zum Beispiel gerne Münzen, um seine Feinde von ihrem Posten wegzulocken und sie dann von hinten mit einem Draht zu erwürgen. Der Scharfschütze William Hawkins verwendet - wie könnte es anders sein- bei seinen Einsätzen am liebsten sein Scharfschützengewehr, er kann aber auch mit Wurfmessern hervorragend umgehen.

Commandos Strike Force besteht aus 14 heiklen Missionen, die von den Helden gemeistert werden müssen. Leider treten unsere drei Freunde nur selten gemeinsam zu einer Mission an, meist bilden der Green Beret und der Scharfschütze ein Team. Im Spiel gestaltet sich das Teamwork wie folgt: Der Scharfschütze erledigt aus sicherer Entfernung mit seinem Gewehr die Offiziere im feindlichen Lager. Der Green Beret wartet unterdessen mit einer Panzerfaust in der Nähe des Eingangs auf die Soldaten, die den Scharfschützen suchen und ausschalten sollen.

Der Spion muss seine Missionen oft alleine erfüllen, beispielsweise soll er einzelne Personen aus dem Verkehr ziehen, bestimmte Orte erreichen oder Gegenstände finden. Bei der sechsten Missionen allerdings, sie findet in Norwegen statt, treten die drei Commandos gemeinsam in Aktion. Um bei den einzelnen Missionen zwischen den Charakteren, die ein Team bilden, zu wechseln genügt ein Druck auf die Tabulator-Taste.

Commandos Strike Force enthält auch einen Online Multiplayer-Modus, der 16 Spielern die Möglichkeit bietet sich auf netten Karten in Sabotagewettkämpfen oder Deathmatch-Duellen zu messen.

Fazit: "Commandos Strike Force" ist eine Mischung aus Action- und Stealth-Shooter. Leider ist die Grafik nicht so fein wie bei "Call of Duty 2" oder "Day of Defaet Source" und oft steht man vor unsichtbaren Hindernissen, die einen den Weg vorschreiben. Dennoch kann "Commandos Strike Force" durch die gute Mischung aus Story, Grafik, Sound und Stimmung überzeugen. Fans der alten Commandos-Serie haben in Commandos Strike Force die Möglichkeit in das Shooter-Genre hineinzuschnuppern.

Plattform: PC (getestet), PS2, Xbox
Publisher: Eidos
Krone.at-Wertung: 78%

von Andreas Graf
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