Do, 14. Dezember 2017

"Wütend" über Zelte

24.05.2015 07:54

Hoteliervereinigung öffnet Häuser für Flüchtlinge

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) nimmt sich ihren Ex-Präsidenten, den nunmehrigen NEOS-Mandatar Sepp Schellhorn, zum Vorbild und bietet Betten für Flüchtlinge an. In einer Pension in Wien und einem Mitarbeiterhaus in Lech am Arlberg stelle man Zimmer zur Verfügung, teilten die ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch am Samstag mit. Unterdessen füllen sich die jüngst errichteten Zeltstädte weiter.

Ihre Mitglieder rief die Hoteliervereinigung auf ihrer Homepage auf, leer stehende Mitarbeiterhäuser Schutzsuchenden zur Verfügung zu stellen oder ihre Solidarität mit Sachspenden zum Ausdruck zu bringen.

Hoteliers "wütend und betroffen"
Österreich sei Weltmeister unter den Gastgeber-Ländern, so die Hoteliers. "Dennoch schaffen es politische Verantwortungsträger nicht, ausreichend Quartiere für Verfolgte und von Not betroffene Menschen zu organisieren. Hilfsbedürftige sitzen in nassen Zelten oder Schubhaftzentren. Kinder und Jugendliche haben kein Bett zum Schlafen, kein festes Dach über dem Kopf. Erstaufnahmezentren sind überfordert, stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Das macht uns wütend und betroffen."

Ex-Hotelierspräsident Schellhorn war am Donnerstag vorgeprescht und hatte angeboten, in einem Mitarbeiterheim in Badbruck im Salzburger Bad Gastein 40 Plätze für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Ob dieses als Bundes- oder Landesunterkunft genutzt wird, ist noch unklar.

Auch zusätzliche Zelte über Pfingsten belegt
Aus dem Innenministerium hieß es am Samstag, in den Zelten sei trotz des Regens am Wochenende eine trockene Unterbringung garantiert. Auch für Heizung sei gesorgt. In Linz habe man extra einen Holzboden errichtet, damit der Untergrund nicht aufweicht. Die angekündigten weiteren Zelte werde man über Pfingsten wohl ebenfalls belegen müssen, hieß es mit Verweis auf den ungebrochenen Zustrom von rund 250 Flüchtlingen pro Tag und den Umstand, dass es am verlängerten Wochenende kaum Übernahmen durch die Länder gebe.

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