Di, 16. Jänner 2018

"Zug-Surfer"

10.04.2006 10:36

Bub in 15.000 Volt starke Stromleitung gekommen

Eine gefährliche Aktion hätte ein 14-Jähriger in Wien am Samstagabend beinahe mit dem Leben bezahlt. Der Bub war in Begleitung mehrerer Gleichaltriger auf einen am Ostbahnhof abgestellten Eisenbahnwaggon geklettert und daraufhin in die Strom führende Leitung geraten. 15.000 Volt durchfuhren den Körper des 14-Jährigen. Er überlebte den Stromstoß, doch es wurden dabei 40 Prozent seiner Körperoberfläche verbrannt. Berichten zufolge ist sein Zustand zwar kritisch, aber stabil. Er liegt im künstlichen Tiefschlaf.

Zuerst vermutete man eine Mutprobe, doch warum der Bub tatsächlich auf den Waggon kletterte, ist unklar. Am Samstag gegen 17:30 Uhr dürfte er in Begleitung mehrer Gleichaltriger und seines Bruders auf den abgestellten ÖBB-Waggon geklettert sein. Wahrscheinlich berührte er das Oberleitungskabel und geriet in den Stromkreis. Es fuhren 15.000 Volt für wenige Sekunden lang durch seinen Körper.

Er war bei der Erstversorgung noch ansprechbar
Sein Bruder berichtete der Polizei, er habe nur noch gesehen wie der Bub vom Waggon geschleudert wurde. Er landete mehrere Meter weit entfernt auf dem Boden. Ein Zeuge, der beim Eintreffen von Polizei und Rettung aber nicht mehr vor Ort war, hatte den Unfall anscheinend aus der Ferne beobachtet und sofort den Notruf alarmiert. Bei der Erstversorgung des schwer verletzten Buben war das Rote Kreuz Floridsdorf vor Ort. Der 14-Jährige war dem ÖAMTC zufolge während der ersten Hilfe sogar noch ansprechbar.

Ärzte geben ihm eine 50:50-Chance
Der schwer verletzte 14-Jährige wurde per Hubschrauber ins AKH geflogen. Der Helikopter konnte zum Glück direkt neben dem Unfallort landen, was die Rettung, die in Minutenschnelle geschah, erheblich beschleunigte. Die Ärzte im AKH bezifferten seine Überlebenschance ersten Berichten zufolge mit 50:50. Zuletzt hieß es, der Bub befände sich im künstlichen Tiefschlaf. Sein Zustand sei aber stabil!

Foto: Symbolbild

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