Mi, 17. Jänner 2018

Täter gefasst

29.08.2006 14:34

Mord an österreichischem Paar in Bolivien geklärt

Der mutmaßliche Mörder des österreichischen Paares Peter Rabitsch und Katharina Koller ist laut Angaben der bolivianischen Polizei gefasst worden. Dies bestätigte das Außenministerium in Wien in der Nacht auf Dienstag: Demnach konnte der auch für Bolivien zuständige Botschafter in der peruanischen Hauptstadt Lima die Nachricht von der Verhaftung bestätigen.

Ramiro Milan Fernandez soll der Kopf einer Bande sein, die Anfang des Jahres die Österreicher entführt und später umgebracht hat. Die Staatsanwältin Nilda Aguado sagte, Fernandez sei nach der Tat von Stadt zu Stadt geflohen, um sich vor den Behörden zu verstecken. Er sei auf frischer Tat bei einem anderen nicht näher bezeichneten Verbrechen gefasst worden. "Er scheint offensichtlich der Kopf einer Bande organisierter Kriminalität zu sein", fügte Aguado hinzu.

Direkt nach der Tat hatte die Polizei zunächst nach einem gewissen Freddy Delgadillo gefahndet. Mit der Verhaftung des Hauptverdächtigen könnte nun weitere Klarheit in den Doppel-Mordfall kommen.

Letzte Lebenszeichen am 24. Jänner
Die sterblichen Überreste von Rabitsch und Koller sowie eines dritten Opfers der Bande, eines Spaniers, waren Anfang April auf einem Armen-Friedhof in La Paz gefunden worden. Die beiden Rucksacktouristen waren im Jänner mit einem Bus von Copacabana am Titicacasee nach La Paz gereist. Dort fielen sie offenbar der Verbrecherbande in die Hände, die Bankomatkarten raubte, um damit an Geldautomaten die Konten der Opfer leer zu räumen.

Vermutlich Anfang Februar dürften Rabitsch und Koller schließlich ermordet worden sein. Am 24. Jänner hatte das Pärchen noch eine E- Mail in die Heimat geschrieben - ihr letztes Lebenszeichen.

Erhöhte Sicherheitsgefährdung für Bolivien-Reisende
Das Außenministerium weist auf seiner Homepage auf eine "erhöhte Sicherheitsgefährdung" hin: "Es wird abgeraten, Mitfahrgelegenheiten, wie Taxis oder andere Privattransporte, mit unbekannten Drittpersonen oder zufälligen (Reise)Bekanntschaften zu teilen", heißt es dort. Rabitsch und Koller dürfte genau eine solche Situation zum Verhängnis geworden sein.

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