Sa, 18. November 2017

„Krone“-Erfolg

20.05.2015 16:59

Auf Tierquäler warten jetzt strengere Strafen

Getreten, gewürgt, vergiftet, zu Tode gequält: "Sachbeschädigung" nannte sich das bis dato lapidar. Nach jahrelangem Kampf der "Krone" und ihrer Leser lenkt die Justiz jetzt ein: Tierquäler werden an den gerichtlichen Pranger gestellt, der Strafrahmen wird verdoppelt - auf bis zu zwei Jahre Haft!

Das teils veraltete Strafrechtsgesetz wird verschärft und somit auch der Paragraf um Tierquälerei. "Das ist ein klares Zeichen an die Richterschaft", jubeln "Krone"-Tierschützerin Maggie Entenfellner und die Mitglieder der Bürgerinitiative "Mehr Rechte für Tiere!". "Lebewesen zu quälen oder zu töten ist nicht zu bagatellisieren. Im Gegenteil: Das ist ein ernst zu nehmendes Delikt."

Künftig Landesgerichte zuständig
Verhandelt wird bald nicht mehr auf Bezirksebene, sondern eine darüber: "Mit der Erhöhung der Strafdrohung ist auch die Verschiebung der Zuständigkeit zum Landesgericht verbunden", heißt es aus dem Justizministerium. Über 20.000 Menschen hatten dafür zuletzt mittels Petition gekämpft.

Ein Kärntner Richter wartete die angekündigte Verschärfung des heimischen Tierquälerei-Gesetzes erst gar nicht ab. Dietmar Wassertheurer verblüffte am Dienstag mit einem richtungsweisenden Schuldspruch für einen Klagenfurter (26), der seine Katze zu Tode gequält haben soll. Er brummte dem Mann vier Monate Haft auf. Unbedingt!

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