Mo, 20. November 2017

Sonderausgaben & Co.

20.05.2015 13:00

Ab 2016 zahlreiche Änderungen bei Steuererklärung

Die Steuerreform bringt zahlreiche Änderungen bei der Arbeitnehmerveranlagung. So sollen Spenden und Kirchenbeiträge künftig automatisch dem Finanzamt gemeldet werden. Sonderausgaben wie Versicherungsprämien oder Kosten für Wohnraumschaffung und -sanierung sind nicht mehr absetzbar.

Für die sogenannten Sonderausgaben bei der Arbeitnehmerveranlagung soll ein automatischer Datenaustausch zwischen der empfangenden Organisation und der Finanzverwaltung eingerichtet werden. Der Steuerpflichtige muss die Sonderausgaben nicht mehr im Rahmen der Steuererklärung dem Finanzamt selbst bekannt geben. Damit sollen Bürokratie abgebaut und unrichtige Angaben in der Steuererklärung verhindert werden.

Um ausreichend Zeit für die technische Umsetzung einzuräumen, soll die Neureglung erst für Zahlungen gelten, die ab dem Jahr 2017 geleistet werden. Organisationen, die bei der automatischen Datenübermittlung nicht mitmachen, werden von der Liste der begünstigten Organisationen gestrichen.

Versicherungsprämien künftig nicht mehr absetzbar
Die schlechte Nachricht für alle Lohnsteuerzahler: Sonderausgaben wie Versicherungsprämien oder Kosten der Wohnraumschaffung und -sanierung sind künftig nicht mehr absetzbar. Für bestehende Verträge, die vor dem 1. Jänner 2016 abgeschlossen werden, soll die geltende Regelung noch fünf Jahre bis zur Veranlagung für das Kalenderjahr 2020 beibehalten werden. Für Neuverträge soll es bereits ab der Veranlagung für das Kalenderjahr 2016 keine Absetzmöglichkeit mehr geben.

Analog dazu können Ausgaben für Wohnraumschaffung und -sanierung für die Veranlagungsjahre 2016 bis 2020 nur mehr geltend gemacht werden, wenn mit der tatsächlichen Bauausführung (Spatenstich) oder Sanierung vor dem 1. Jänner 2016 begonnen wird. Darlehen für Wohnraumschaffung und -sanierung können ebenfalls bis 2020 geltend gemacht werden, wenn sie vor dem 1. Jänner 2016 aufgenommen werden. Das Sonderausgabenpauschale soll dementsprechend ebenfalls mit dem Jahr 2020 auslaufen.

Absetzbar bleiben nur Beiträge für eine freiwillige Weiterversicherung einschließlich des Nachkaufs von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung und vergleichbare Beiträge an Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbstständig Erwerbstätigen.

Arbeitnehmer- und Verkehrsabsetzbetrag werden fusioniert
Im Sinne einer Vereinfachung werden zudem der Arbeitnehmerabsetzbetrag und der Verkehrsabsetzbetrag fusioniert und von 345 auf 400 Euro erhöht. Pendler, die weniger als 12.200 Euro im Jahr verdienen, bekommen einen höheren Verkehrsabsetzbetrag von 690 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden