So, 19. November 2017

„Game of Thrones“

20.05.2015 15:01

Aufregung um brutale Vergewaltigungsszene

Kein Charakter ist vor einem groben Unglück oder seinem plötzlichen Tod sicher - so kennen und schätzen die Fans die US-Kultserie "Game of Thrones" und die Buchreihe von George R.R. Martin. Die jüngsten Ereignisse in der sechsten Folge der fünften TV-Staffel, die bei uns am Sonntag auf Sky Go gezeigt wurde, sorgt trotz der Vorhersehbarkeit nun aber für Entsetzen und Diskussionen. Sogar eingefleischte Fans, die ja mit allem rechnen, sind irritiert.

Nicht nur in den USA, sondern auch bei Deutschen und Österreichern, die die Folge im englischen Original über Privat-TV-Angebote gesehen haben, erhitzt die Folge die Gemüter. Grund dafür ist eine Vergewaltigungsszene, die in der literarischen Vorlage der Serie gar nicht vorgesehen war und nun einer der beliebtesten Serienfiguren angetan wurde.

Und das ist passiert, ohne alles zu verraten: Sansa Stark, gespielt von der 19-jährigen Britin Sophie Turner, wurde von "Kleinfinger" Petyr Baelish (Aiden Gillen) in einer der vorherigen Folgen den Boltons, die gerade den Norden beherrschen, als Braut für Ramsay Bolton (Iwan Rheon) gebracht und mit ihm verheiratet. Den Zuschauern ist der völlig verrückte und sadistische Ramsay Bolton bekannt als Schinder von Theon Greyjoy (Alfie Allen), seit er diesen in Winterfell gefangen genommen hat. Theon muss schließlich in der Hochzeitsnacht eine extrem grausame sexuelle Attacke von Ramsay auf Sansa mitansehen. Eine Szene, die in der literarischen Vorlage nicht vorkommt, dort heiratet Ramsay ein Mädchen, das sich als Arya Stark ausgibt.

Empörung in US-Medien
US-Medien laufen nun Sturm gegen die Episode und fragen empört, ob es tatsächlich nötig ist, den ohnehin brutalen Plot der Bücher in der TV-Version mit übermäßig sexualisierter Gewalt noch zu steigern. Im Falle von Sansa Stark entsetzt das besonders, da die junge Frau ja sozusagen vor den Augen der Zuschauer aufgewachsen ist. Als 13-Jährige kam Sansa in der ersten Staffel mit Träumen einer romantischen Traumhochzeit mit einem Prinzen nach Königsmund.

Turner selbst sieht die Sache übrigens gelassen. Sie sagte gegenüber "Entertainment Weekly", dass sie die Szene, als sie sie gelesen hat, "irgendwie super" fand. "Ich finde es großartig, wie Ramsay Theon befiehlt, zuzuschauen. Das ist alles so verkorkst!", so Turner, die außerdem zugibt: "Insgeheim habe ich es aber geliebt."

Autor Martin wollte zur sexuellen Gewalt in der Serie keine Stellung nehmen, stellte aber klar: "Es gibt seit der ersten Folge Unterschiede zwischen den Romanen und der Fernsehshow." Und weiter: "Genauso lange habe ich über den Butterfly Effect gesprochen. Kleine Veränderungen führen zu größeren Veränderungen, führen zu riesigen Veränderungen." Alle seien bemüht, die bestmögliche Arbeit zu liefern.

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