Do, 26. April 2018

Rache angedroht

08.04.2006 13:28

Tote bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Ausbildungslager von Extremisten im südlichen Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Darunter sollen Ärzten zufolge ein Anführer der Extremisten sowie dessen fünfjähriger Sohn sein. Der Angriff am Freitagabend in Rafah habe einem Auto gegolten, in dem Aktivisten der militanten Volkswiderstandskomitees gesessen hätten.

Getroffen wurde demnach ein Auto der Extremisten, als dieses gerade ein Ausbildungslager verließ. Abgesehen von dem Kind seien die Todesopfer alle Mitglieder des Volkswiderstandskomitees gewesen. Die Gruppe soll dafür verantwortlich sein, häufig selbst gebastelte Raketen auf Israel abzufeuern.

Der getötete Anführer hatte den Angaben nach seinen Sohn sowie seine Tochter in das Lager mitgenommen, damit sie bei der Ausbildung der Extremisten zuschauen konnten. Ob das Mädchen zu den Verletzten zählte, war zunächst nicht klar. Seit fünf Monaten war es zu keinem vergleichbar folgenschweren Luftangriff Israels gekommen.

"Mehrere Terroristen" in dem Auto
Die israelische Armee bestätigte den Angriff auf das Fahrzeug. In dem Auto seien "mehrere Terroristen" gesessen, hieß es. Ob Zivilisten zu Schaden gekommen seien, werde geprüft.

Der bewaffnete Arm der Hamas, die erst vor kurzem die Palästinenser-Regierung übernommen hatte, sprach von einem Verbrechen und drohte mit Vergeltung in den kommenden Tagen. Palästinenser- Präsident Abbas und Regierungschef Haniyeh verurteilten den Angriff ebenfalls.

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