Mi, 22. November 2017

Pärchen bleiben

19.05.2015 08:17

„Ampelweiberl“-Entscheid: Proteststurm im Internet

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat sich am Montag für den dauerhaften Verbleib der neuen Wiener Ampelpärchen (siehe auch Video oben) entschieden. Sie spricht vom "Kultstatus" der schwulen und lesbischen Fußgängersignale und schwärmt von der breiten internationalen Resonanz. Doch auf heimischem Boden werden die Stimmen der Kritiker immer lauter - im Netz formierte sich ein regelrechter Proteststurm.

Nachdem Vassilakou auf ihrer Facebook-Seite bekannt gegeben hatte, dass die neuen Ampelpärchen in Wien bleiben werden, dauerte es nicht lange, bis zahlreiche User das Thema in den sozialen Netzwerken kommentierten. Und dabei fanden sich neben einigen positiven Meldungen wie "Das ist auch gut so! Finde das eine witzige Idee und der Marketingwert ist ja sensationell" oder "Ich freue mich schon, sie auf meinem nächsten Wien-Besuch zu bestaunen! Ich wünsche sie mir auch für Berlin" zahlreiche negative Wortmeldungen:

"Wow... sinnvoll!!!! Wir haben doch wirklich keine anderen probleme!! Sowas von unnötig!!!! Es ist sowieso 90% jedem egal ob man schwul lesbisch oda hetero is!!! Mit 63000 euro könnte man so viel anfangen anstatt funktionierende ampel umzubauen!!!!!", kann man beispielsweise unter Vassilakous Facebook-Posting lesen. Und auch ein anderer Nutzer meint: "das geld wäre im kranken/sozialsystem besser aufgehoben gewesen..."

Ein Facebook-User weist auch auf die heiße Diskussion im krone.at-Forum hin: "Sg. Frau Vassilakou haben sie heute die krone online Kommentare gelesen? Ich würde mir da so einige Gedanken darüber machen ob das so eine gute Aktion war. Oder wollen sie damit nur ihr Klientel befriedigen? Mfg. Ein besorgter Bürger."

"So viel zum Demokratieverständnis der Grünen"
Tatsächlich gingen noch am Montagabend die Wogen der krone.at-User hoch, wie in den Kommentaren unter unserer Story zu lesen ist. "Hier sehen alle Politiker zu, wie unser Geld zum Fenster hinausgeworfen wird. Wann endlich ist mit der grünen Geldvernichtung Schluss?", schreibt mixmaster55.

User "Zeitlos" weist auf das Ergebnis der krone.at-Umfrage hin: "90% der mit großem Abstand meist gelesenen Zeitung der Österreicher, die Leser der Krone und damit voll repräsentativ für die Meinung des österreichischen Volkes, wollen laut Umfrage die Schwulen und lesbischen Ampelfiguren nicht. Soviel zum Demokratieverständnis der Grünen und warum sie immer nur eine unbedeutende Randpartei bleiben werden."

Und dass sich Vassilakou unter anderem für den Verbleib der Ampelpärchen aufgrund der positiven Resonanz aus dem Ausland entschied, schmeckt zumindest User "wolfsrudl" so gar nicht: "Frau Vizebürgermeisterin, es ist nicht wichtig, was das Ausland denkt, sondern es ist wichtig, was die Österreicher wollen. Verstanden?"

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