Fr, 19. Jänner 2018

Weniger Blutzoll

07.04.2006 17:19

"Nur" 768 Verkehrstote im Jahr 2005

Erfreulicher "Negativ-Rekord" bei der Unfallbilanz 2005: Seit Einführung der Statistik im Jahr 1961 wurden noch nie so wenig Tote auf Österreichs Straßen registriert.

"Noch immer sterben im Verkehr jeden Tag zwei Menschen", sagte Innministerin Prokop. "Wir werden uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen - da würden wir sie auch am falschen Körperteil tragen", meinte Verkehrsminister Gorbach.

Mit Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Wien wurden gleich in sechs Bundesländern die geringste Zahl an Verkehrstoten gezählt. Ausreißer ist Oberösterreich: Hier zählte man um 14 Opfer mehr als 2004. Dies lag laut Statistik Austria aber daran, dass hier 2004 ein besonders günstiges Ergebnis erzielt wurde. Auch im Burgenland verloren 2005 um zwei Menschen mehr ihr Leben als im Jahr davor.

Weniger Tote, weniger Unfälle
Nicht nur die Toten, sondern auch die Zahl der Unfälle und Verletzten ging dem Trend weiter zurück: Insgesamt crashte es 40.896 Mal auf Österreichs Straßen (-4,1 Prozent), bei denen sich 53.234 Personen Blessuren zuzogen (-4,7 Prozent). Die Alkoholunfälle gingen um drei Prozent auf 2.746 zurück. Mit 57 in diesen Crashes getöteten Menschen (-15 Prozent) wurde ebenfalls das beste Ergebnis seit Einführung der Statistik erzielt.

Mit 25 verunglückten Kindern mussten die Statistiker eine Steigerung um 14 Prozent gegenüber 2004 hinnehmen, auch wenn gleichzeitig die Zahl der verletzten Sprösslinge um fünf Prozent auf 3.651 zurückgegangen ist. "Noch immer ist jedes zehnte Kind nicht ordnungsgemäß gesichert", kritisierte Statistik Austria-Direktor Peter Hackl.

 

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