So, 19. November 2017

Banken springen ein

15.05.2015 07:30

Sharp mit hohem Verlust - Tausende Jobs fallen weg

Der angeschlagene japanische Elektronikriese Sharp ist im abgelaufenen Geschäftsjahr tief in die Verlustzone zurückgefallen und streicht daher in Japan weitere rund 3.000 Stellen. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, fiel zum Bilanzstichtag 31. März unterm Strich ein Fehlbetrag von umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro an. Jetzt sollen erneut die Banken helfen. Es ist bereits das zweite Rettungspaket innerhalb von drei Jahren.

Eigenen Angaben zufolge konnte sich Sharp bereits mit seinen Banken auf eine neuerliche Sanierung einigen. Die Hauptgeldgeber - Mizuho und Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ - sagten rund 1,5 Milliarden Euro, der Fonds Japan Industrial Solutions steuert weitere 175 Millionen Euro bei.

Im Gegenzug verpflichtete sich Sharp zu einem Sanierungsplan, der die Streichung von zehn Prozent der Stellen vorsieht. Außerdem soll die Konzernzentrale in Osaka verkauft werden. Das Geschäft mit Displays bleibt Firmenchef Kozo Takahashi zufolge anders als erwartet Teil des Konzerns, der Produkte vom Solarmodul über Taschenrechner und LED-Lampen bis hin zu Fernsehern und Bildschirmen herstellt.

Das Unternehmen steht im Display-Bereich, in dem es unter anderem Apple beliefert, wegen der günstigeren Konkurrenz aus anderen asiatischen Ländern unter Druck und schrieb deshalb immer wieder rote Zahlen. Bereits 2012 war Sharp mit rund 2,7 Milliarden Euro vor dem Aus gerettet worden. Damals fielen 5.000 Stellen weg und Sharp stieg aus dem europäischen Fernsehergeschäft aus.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden