Di, 24. April 2018

Pikante Website

06.04.2006 15:05

Vermieter bieten Wohnung gegen Sex

Eine bezahlbare Unterkunft zu finden ist nicht einfach – vor allem nicht in Großstädten in den USA. Diese Tatsache haben sich findige Vermieter jetzt zu Nutze gemacht. Sie bieten ihre Wohnungen für pikante Gegenleistungen auf der kostenlosen Anzeigenplattform „Craigslist“ in Online-Inseraten an. Denn: Wer den begehrten Wohnraum hat, kann dafür auch etwas verlangen: „Sex und leichte Bürotätigkeit“ zum Beispiel für ein Zimmer in Atlanta.

Den Zuschlag für ein Haus mit Pool in Los Angeles könnte ein „geschicktes und williges Mädchen“ bekommen, und ein Zimmer in der Innenstadt von New York ist statt für 700 Dollar (573 Euro) für einen Spottpreis zu haben - sofern es im Gegenzug dafür Sex gibt. „Sie müssen hübsch sein. Ich lasse nicht jeden in mein Haus“, sagt Mike, der das Zimmer in New York angeboten hat. Seinen Namen will er nicht nennen, und ebenso wenig sagt er, wie oft er seine Miete tatsächlich im Bett bekommen hat.

Auf den Geschmack gekommen
Neu ist das Tauschgeschäft von „Naturalien“ gegen Wohnraum allerdings nicht. Die Vermieter mit den exotischen (erotischen) Vorstellungen kommen aber in den Internet-Anzeigen wesentlich unverblümter auf den Punkt als beispielsweise in Zeitungsannoncen. Die Anonymität des World Wide Web dürfte seinen Teil dazu beitragen. Außerdem werden die Inserate bei „Craigslist“ nicht geprüft, bevor sie freigeschalten werden.

Unbescholtener Betreiber
Craigslist-Chef Jim Buckmaster zufolge veröffentlicht die Plattform aber keine Anzeigen, die gegen das Gesetz verstoßen. Seine 19 Mitarbeiter könnten aber unmöglich alle Inserate prüfen. Das Unternehmen setzt vielmehr auf seine Kunden: „Wer sich durch eine Annonce gestört oder beleidigt fühlt, meldet sich. Kommen genügend Beschwerden zusammen, wird die Anzeige aus dem System genommen“, erklärt Buckmaster.

Mit mäßigem Erfolg: Mike aus New York, der zugibt, das Schalten der Inserate als eine Art Hobby zu betrieben, macht sich einen Spaß daraus, die entfernten Annoncen immer wieder zu schalten und liefert sich mit „Craigslist“ ein regelrechtes Katz- und Maus-Spiel.

Der Polizei sind die Hände gebunden
Die Polizei hält sich zurück. Zwar ist der Handel Zimmer gegen intimen Körperkontakt als Prostitution einzustufen – die besagten Anzeigen seien aber in der Regel „nur wenig mehr als eine Form von Voyeurismus“, erklärt Paul Browne von der New Yorker Polizei. Außerdem lässt sich schwer nachvollziehen in wie vielen Fälle es tatsächlich zum Mietzins in Form von Sex kommt.

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