So, 21. Jänner 2018

Schlimmer Unfall

05.04.2006 19:15

¿Ich bete innig für seine Eltern!¿

Der Ertrinkungstod des 21 Monate alten Christopher in St. Georgen/Attergau rief bei Gabriele Mairhofer aus Kirchheim/Inn Erinnerungen wach: Sie hat ihren Sohn Patrick (9) vor sieben Jahren in letzter Sekunde aus dem Bach gerettet. Seither ist er behindert. „Ich bin so dankbar, dass er lebt - und fühle mit Christophers Eltern, bete für sie.“

„Ich habe damals um 10 vor 12 noch auf die Uhr geschaut, um Punkt 12 hatte ich Patrick schon aus dem Bach geholt, hielt ihn in meinen Armen. Die Mittagsglocken läuteten, als ich mit ihm zu einem Telefon lief.“ Diese zehn Minuten haben das Leben der Familie verändert: Patrick überlebte, ist aber schwer behindert. Er wird im Förderzentrum Pramet betreut, macht Fortschritte. „Wir freuen uns über jeden kleinen Erfolg. Er spricht Wörter, aber erst Mittwoch hat er sogar einen ganzen Satz gesagt. Weil er sich geärgert hat, dass Freunde seinen Geburtstag vor zehn Tagen vergessen haben.“

Der Tod des kleinen Christopher ist der Innviertlerin sehr nahe gegangen. „Ich kann nachfühlen, was die armen Eltern durchmachen und kann nur beten, dass sie es verkraften.“ Und: „Wir sind sehr dankbar und froh, dass unser Bub noch bei uns ist.“

Experten wissen, dass bei der Rettung von ertrinkenden Kindern die ersten vier Minuten entscheidend sind. Was das aber besonders schwer macht: Bei den Kleinen schließt sich im Wasser der Kehlkopfdeckel - sie können nicht um Hilfe rufen. In den vergangenen Monaten konnten dennoch drei Kinder vor dem nassen Tod gerettet werden: der zweijährige Michael aus Niederneukirchen aus einem Pool, der sechsjährige René aus Gampern aus einem Zierteich und der dreijährige Luka aus dem Wellenbecken des Linzer Schörgenhubbades.

 

 

 

Repro: Chris Koller

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