So, 22. April 2018

Wie die Maulwürfe

06.04.2006 08:46

Einbrecher wollten Tunnel zu Bank graben

Der Wiener Polizei ist ein Schlag gegen "fleißige" Panzerknacker gelungen, auf deren Konto österreichweit 79 Einbrüche gehen. Die Bosse planten zum Finale ihrer Karrieren, in Wien einen Tunnel zu einer Bank zu graben, und engagierten zwei "Maulwürfe". Ermittler legten der Tresorbande das Handwerk, der Schaden beläuft sich auf 740.000 Euro.

Nächtelanges Ausharren vor Firmen, das Übertölpeln von Alarmanlagen und stundenlanges Tresorschweißen - das alles war den Rumänen zu viel geworden. Vor allem, da sie zuletzt immer nur um Haaresbreite Polizei- und Hubschrauberstreifen entkommen waren.

Großer Coup zum Abschluss
"Im November tauchte ein Gauner nach einem Einbruch sogar in einem Bach unter, als Beamte patrouillierten", so Chefermittler Nobert Kappel (Gruppe Wilding). Danach beschlossen sie, einen Tunnel zu einer Bank zu graben und "in Ruhestand" zu gehen.

"Doch die Bande flog zuvor auf, weil ein 33-jähriger Wiener erbeutete Gutscheine einlöste", so Oberstleutnant Karl Kmoch. Elf Täter - unter ihnen drei Frauen - sind in Haft. Bei ihren 79 Coups setzten die Profis sogar eine teure Thermolanze ein, die eine Temperatur von 5.500 Grad erzeugt, nahmen Jausen zur Stärkung mit und reisten als Pendler getarnt per Bahn an.

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