Fr, 24. November 2017

Tod auf Kreta

09.05.2015 21:30

Salzburg trauert um seine „Kletter-Legende“

Nach dem tragischen Unglück auf Kreta herrscht in der Heimat Fassungslosigkeit: Albert Precht und Kollege Robert Jölli sind tot.

Kreta war zur ihrer Liebe geworden -– und ausgerechnet diese wurde ihnen zum Verhängnis. Der international bekannte Kletterer Albert Precht und sein Begleiter Robert Jölli verunglückten am Freitag wie berichtet auf der griechischen Insel. Über den genauen Hergang des Unglücks gibt es verschiedenen Angaben. Griechische Medien berichten, dass einer der beiden Männer zu Sturz kam und den anderen mit in die Tiefe riss. Was die Ursache dafür war, blieb vorerst unklar. Die Bergung der beiden Salzburger dauerte stundenlang. Die Profis waren in einer größeren Gruppe unterwegs. Die anderen Mitglieder blieben unverletzt, erlitten aber einen Schock. Sie wurden psychologisch betreut. Wann die Urlauber nach Hause kommen, ist unklar.

"Unsere Freundschaft war innig"
In der Heimat herrscht Fassungslosigkeit ob des tragischen Unglücks. "Krone"-Kolumnist Herbert Gschwendtner war jahrzehntelang mit Precht befreundet, kannte ihn seit seiner Jugend. "Unsere Freundschaft war innig", beschreibt er. Die beiden Männer arbeiteten oft zusammen "auch wenn ich nicht der große Kletterer war", so Gschwendtner. Auch Robert Jölli zählte zu seinen Freunden. Gschwendtners Gedanken gehören den Hinterbliebenen. Große Betroffenheit herrscht auch bei der Bergrettung. Die beiden 67-Jährigen waren langjährige Mitglieder bei der Ortsstelle in Werfen. "Sie waren bei schwierigen Einsätzen auch nach ihrem Austritt aus dem aktiven Stand noch wichtige Ansprechpartner für uns", sagt Maria Riedler von der Bergrettung.

Precht gab sogar einen Kreta-Führer heraus
Der Bischofshofener Albert Precht schrieb mit über 1000 Erstbegehungen – vor allem am Hochkönig und im Tennengebirge – Geschichte. Er war dabei aber immer umsichtig. Seit 2006 war der Pongauer oft auf Kreta und brachte erst im vergangenen Jahr einen Kreta-Führer heraus. "Eine großartige Insel", schwärmte er damals beim "Krone"-Gespräch. Robert Jölli war viele Jahre im Ausbildungsteam von der Alpinpolizei und auch der Bergrettung.

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