Mo, 20. November 2017

Kein Psychokrieg

08.05.2015 19:56

Hamilton: „Mein einziger Feind bin ich selbst“

Vor dem Grand Prix in Barcelona: Lewis Hamilton will von einem Psychokrieg mit Nico Rosberg nichts wissen, bezeichnet sich "selbst als meinen einzigen Feind". Und: Niki Lauda denkt an Prost.

Neun der letzten elf Rennen gewonnen, heuer nach jedem der vier Qualifyings auf Poleposition – und vor dem Grand Prix von Spanien in Barcelona sagt Lewis Hamilton klipp und klar: "Ich will hier eine noch bessere Leistung bringen als im vergangenen Jahr." Damals hieß der Sieger Lewis Hamilton.

"Jedes Puzzleteil passt"
"Ich saß im Flugzeug von New York nach London und dachte mir, das ist bis jetzt eine großartige Saison, vielleicht die beste Zeit in meiner Karriere", erzählt Hamilton. Aber woher kommt diese unglaubliche Stärke? "Da passt jedes einzelne Puzzleteil zum anderen, der ist in einem Lauf", sagt Niki Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender bei Mercedes, und fügt hinzu: "Am besten ist, du redest ihn auch innerhalb des Teams gar nicht drauf an. Der weiß genau, dass er auf der Strecke jeden niederbrezeln kann." Und daran zerbricht sein Teamkollege Nico Rosberg.

"Der muss Lewis jetzt einmal erwischen, aber es wird schwer", sagt Lauda und erinnert sich an sein legendäres Duell mit Alain Prost: "Das war ähnlich, immer wenn ich dachte, jetzt ist er fällig, hat er im Training noch was draufgepackt."

Rosberg unter Zugzwang
Für Rosberg ist es im Titelkampf also zwei vor zwölf. Aber auch wenn der Deutsche ab sofort tief in die Psychokiste greifen wird, Hamilton wird das kalt lassen. "Jeder redet über einen Psychokrieg zwischen mir und Nico oder Sebastian Vettel. Das ist alles Blödsinn, mein einziger Feind bin ich selbst. Ich versuche mich mit neuen Herangehensweisen in gewissen Punkten immer zu verbessern. Wenn's nicht gelingt, bin ich sauer auf mich. Ich will der Beste sein, alles andere interessiert mich nicht!"

Für das Qualifying am Samstag gilt Hamilton jedenfalls wieder als großer Favorit. "Lewis fährt derzeit besser denn je", lobte ihn auch Teamchef Toto Wolff, der weiß, dass bei 24 Rennen in Barcelona der Sieger 18-mal von der Pole aus startete…

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