Sa, 16. Dezember 2017

Die Kassen klingeln!

09.05.2015 08:00

Die vielen Gewinner des Song Contests in Wien

Hoteliers und Gastronomen, Händler und Markenartikler - sie alle freuen sich auf mehr Umsatz durch den größten Gesangswettbewerb der Welt.

Zu den größten Fans des Eurovision Song Contests zählen ab heuer Wiens Bürgermeister Michael Häupl und der Tourismusdirektor der Stadt, Norbert Kettner. "Der Song Contest bringt uns eine globale Bühne", sagt Kettner, der Österreichs Hauptstadt bei den rund 200 Millionen TV-Zusehern als Zentrum der Musik vermarkten will.

Auf etwa 100 Millionen Euro schätzt das IHS den Werbewert des Bewerbs, der von 19. bis 23. Mai stattfindet. Womit der Tourismus zu den sicheren Gewinnern zählt. Aber "Sieger" gibt es in mehreren Branchen.

Wertschöpfung des Events: 38 Millionen Euro
So geht ÖBB-Chef Christian Kern von bis zu 20.000 zusätzlichen Fahrgästen aus. Hoteliers erwarten 75.000 Extra-Nächtigungen in Wien und Umgebung, denn Tausende Journalisten, Delegierte und Fans aus aller Welt reisen an.

Die 6.000 Taschen, in denen die Gäste Info-Unterlagen bekommen, hat das Familienunternehmen Schneiders Vienna produziert. Chefin Katharina Duteil: "Wir hoffen auf Folgeaufträge." Den Zuschlag für das Catering, z.B. in der Stadthalle, zog der heimische Anbieter Impacts an Land. "Wir punkten mit regionaler Bio-Küche", so Boss Christian Chytil.

Laut IHS-Studie beträgt die Wertschöpfung des Events 38 Millionen Euro, davon 28 Millionen in Wien. Der Staat lukriert 16 Millionen Euro an Steuereinnahmen.

Schnitten, Chips und Limo für alle Besucher
Diverse Markenartikler nutzen den Song Contest als Werbeplattform. Almdudler ist Softdrink-Partner. Geschäftsführer Gerhard Schilling kann seine Limo sogar im Backstage-Bereich promoten. Carl Manner freut sich, dass seine Schnitten Künstlern und Delegationen gereicht werden. Und Wolfgang Hötschl vermarktet als Snack-Partner Kelly's Chips auf den Veranstaltungen.

Ottakringer-Vorstand Matthias Ortner wird in seiner Brauerei im 16. Bezirk jeden Tag eine Party für Künstler und Gäste schmeißen. Und Universal-Music-Chef Hannes Eder rechnet mit starken Umsätzen der Song-Contest-CDs. Trotz des Gästeansturms gelassen ist Wiens oberster Kaffeesieder Berndt Querfeld: "Ich freue mich. Aber Kaffeehäuser gab es vor dem Song Contest - und es gibt sie auch nachher."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden