Mo, 11. Dezember 2017

GP von Spanien

08.05.2015 17:11

Barcelona: Mercedes souverän, Susie Wolff stark

Der Europa-Auftakt der Formel 1 am Wochenende in Spanien dürfte wie erwartet zum Duell der beiden Mercedes-Piloten werden. Weltmeister Lewis Hamilton und sein Stallrivale Nico Rosberg teilten sich am Freitag im freien Training in Montmelo bei Barcelona die Trainingsbestzeiten auf. Tagesschnellster auf dem Circuit de Catalunya war WM-Verfolger Rosberg am Vormittag in 1:26,828 Minuten.

Mercedes scheint seinen Vorsprung trotz zahlreicher Updates an den Autos der Konkurrenz zumindest behalten zu haben. "Wir haben immer noch drei Zehntel", meinte Teamaufsichtsrat Niki Lauda. Ferrari ist mit einem runderneuerten Boliden angereist. Sebastian Vettel verlor dennoch mehr als vier Zehntelsekunden auf die Silberpfeile. Teamkollege Kimi Räikkönen wurde in beiden Sessions Vierter.

Hamilton greift damit am Samstag im fünften Saisonrennen nach seiner fünften Pole Position. In der WM führt der 30-jährige Engländer nach drei Siegen 27 Punkte vor Rosberg und 28 vor Vettel. Er kommt damit in zwei Wochen auf jeden Fall als Spitzenreiter zum Klassiker nach Monte Carlo.

"Ich bin wirklich zufrieden damit, wie ich derzeit fahre. Und auch die Ergebnisse haben gepasst, daran möchte ich anschließen", erklärte Hamilton. Rosberg dagegen will das Ruder herumreißen, seinen Teamkollegen erstmals in dieser Saison hinter sich lassen. "Die Pole Position ist das Wichtigste", sagte Lauda. "Er braucht jetzt vor Monaco diesen Befreiungsschlag, das wäre für ihn ideal."

Grip-Probleme auf schmutziger Strecke
Die Rundenzeiten waren im Training deutlich langsamer als im Vorjahr. Fast alle Piloten hatten auf der schmutzigen Strecke mit Grip-Problemen zu kämpfen. "Das ist ein bisschen unverständlich, aber für uns ist es gut gelaufen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Wir haben einen soliden Abstand, obwohl Ferrari ein fast neues Auto hat." Bei Mercedes verfolge man in puncto neuer Teile eher "eine Politik der kleinen Schritte".

Einen größeren Sprung nach vorne dürfte McLaren gemacht haben. Jenson Button und Lokalmatador Fernando Alonso landeten am Nachmittag auf den Rängen sieben bzw. elf, dürfen damit erstmals von einem Einzug in die finale Quali-Phase träumen. Für das Rennen sind WM-Punkte das erklärte Ziel. Das ist dem Traditionsteam seit der Rückkehr von Motorenpartner Honda in dieser Saison noch nicht gelungen.

Stark präsentierten sich auch die Toro-Rosso-Youngsters Max Verstappen und Carlos Sainz jr., die in beiden Sessions einstellige Positionen erreichten. Red Bulls Hauptteam dagegen hatte einmal mehr mit Motorenproblemen zu kämpfen. Daniel Ricciardo kam am Nachmittag nur auf vier Runden.

Der Australier muss Kilometer sparen, weil er bereits den vierten Motor der Saison im Auto hat. Mehr sind laut Reglement ohne Rückversetzung in der Startaufstellung nicht erlaubt. "Es macht wenig Spaß, den anderen beim Fahren zuzuschauen", gestand Ricciardo. Dabei habe das Auto Potenzial. Das beweist ein fünfter Platz von Teamkollege Daniil Kwjat.

Gute Leistung von Susie Wolff
Für Williams kam Testfahrerin Susie Wolff am Vormittag zu ihrem ersten von zwei Freitags-Einsätzen in dieser Saison. Als 14. ließ die Schottin unter anderem die Ex-Weltmeister Button und Alonso hinter sich. Auf Stammfahrer Felipe Massa verlor sie weniger als eine Sekunde. "Ich bin mir sicher, dass eine Frau auf diesem Level bestehen kann", sagte die Ehefrau von Toto Wolff. Vor dem Heimrennen in Silverstone erhält sie im Training eine weitere Chance.

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