So, 17. Dezember 2017

Weitere Vorwürfe

07.05.2015 16:30

Klug: Noch eine private Reise im Dienst-BMW

Die viel kritisierte private Frankreich-Reise des Verteidigungsministers im 7er-BMW des Heeres war kein Einzelfall: Gerald Klug ließ sich von seinem Kraftfahrer auch nach Südtirol zu Verwandten bringen. Und zu einem Fahrbefehl für eine Privatfahrt nach Udine sagt der Minister: "Das hat in der Realität nicht stattgefunden."

Donnerstagmittag musste der Minister dann zugeben: Es gab noch eine Privatfahrt im BMW (313 PS, im Handel ab 95.000 Euro) ins Ausland. "Ja, ich war mit dem Dienstwagen auch in Südtirol. Nach einer Kommandoübergabe in Tirol, bei der ich heuer dienstlich anwesend sein musste, war's nach Graz kein großer Umweg", bestätigte Klug gegenüber der "Krone". Es wären "nur 40 Minuten Fahrt von Innsbruck nach Bozen" gewesen. Und zur rechtlichen Situation verweist Klug auf die Stellungnahme des Kanzleramts zur Frankreich-Fahrt.

Der Minister muss aber noch auf weitere Vorwürfe reagieren: Mitarbeiter im Verteidigungsministerium haben die "Krone" informiert, dass "der Kraftfahrer des Ministers mit dem Dienstwagen mehrmals nach Udine bestellt worden ist, um dort den Minister abzuholen". Dafür gebe es Belege. Klug kontert: "Das hat in der Realität nicht stattgefunden. Das ist hundertprozentig auszuschließen."

Obwohl für das Minister-Auto sogar ein Fahrbefehl nach Udine existiert? Der Minister: "Da wurden für eine meiner Fahrten alle denkbaren Optionen reingeschrieben." Der Fahrbefehl wurde storniert, ohne Privatfahrt.

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