Di, 21. November 2017

Kommen 2016

08.05.2015 08:55

AMD will mit neuen „Zen“-Prozessoren aus der Krise

Der Chiphersteller AMD hat seinem großen Rivalen viele Jahre lang Paroli geboten, zuletzt kam er mit seinen FX-Prozessoren jedoch ins Hintertreffen. Kommendes Jahr will das gebeutelte Unternehmen allerdings wieder in der Prozessor-Oberliga mitspielen – mit einer neuen Prozessorarchitektur namens "Zen", die die Fehltritte der letzten Jahre vergessen lassen soll.

Intel hatte es schon einmal schwerer: Der einzige Konkurrent am Markt für x86-Prozessoren hinkt dem Marktführer seit Jahren hinterher und kann weder bei der Effizienz noch bei der Rechenleistung mit Intel-Chips mithalten. AMD-Prozessoren sind aktuell im Grunde nur für besonders preisbewusste Käufer interessant, doch selbst in der Prozessormittelklasse hängen Intel-Chips AMD-Prozessoren oftmals ab.

"Zen" als Kampfansage an Intel
Diese ungünstige Situation will AMD nächstes Jahr mit einer von Grund auf neu entwickelten Prozessor-Architektur aufbrechen, berichtet "Heise". "Zen", so ihr Name, soll auf allen Geräten – vom Laptop bis zum Server – zum Einsatz kommen, die im Vergleich mit den aktuellen AMD-Prozessoren bei gleicher Taktfrequenz 40 Prozent mehr Leistung mitbringen sollen.

Damit geht AMD das Problem an, dass die hauseigenen Prozessoren bei gleichem Takt nicht mit Intel-Chips mithalten und nur bei sehr hohen Taktfrequenzen und entsprechend großem Stromhunger einigermaßen zur Konkurrenz aufschließen können. Die ersten "Zen"-Prozessoren für den Desktop dürften Mitte 2016 erscheinen.

Neue Chips kommen vom Athlon-XP-Erfinder
Der Mann hinter der "Zen"-Prozessorarchitektur, die AMD wieder zurück auf die große Bühne der Chiphersteller holen soll, ist laut "Golem" ein alter Bekannter: Jim Keller. Er entwickelte schon die Prozessorarchitektur der Athlon-XP-Generation und den Athlon 64, also jener Chips, die Intel zur Blütezeit von AMD durchaus unter Druck setzten. Nach einem Intermezzo bei Apple arbeitet er offenbar bereits seit 2012 an "Zen".

Die Ankündigungen erfolgten im Zuge einer alljährlichen Investorenkonferenz und sind Teil der Strategie des Unternehmens, wieder stärker im PC-Bereich Fuß zu fassen. Während AMD aktuell zwar stark bei Prozessoren für Spielkonsolen – Nintendo, Microsoft und Sony nutzen AMD-Chips – ist, kam man am PC-Markt in den vergangenen Jahren wegen der starken Konkurrenz und dem allgemeinen Trend zu Mobilgeräten stark ins Hintertreffen.

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