Mi, 22. November 2017

„BH“ weiter in Mode

06.05.2015 21:03

Mehr Verwaltung in die Bezirke

Die Bezirkshauptmannschaften sollen in Zukunft wichtiger werden: Der Landtag beschloss am Mittwoch eine Aufwertung. Welcher Service genau näher zum Bürger wandern soll, ist noch offen. Und die Mitarbeiter für den Flachgau müssen weiterhin im sanierungsbedürftigen Gebäude beim Bahnhof Dienst machen.

184 Mitarbeiter sorgen in der BH Salzburg-Umgebung beim Bahnhof für einen reibungslosen Ablauf in der Verwaltung. Noch einmal 311 Jobs zählen die Landesabteilungen in dem veralterten Komplex an der Fanny-von-Lehnert-Straße. Von einem funktionierenden Amtsgebäude ist der Dienstort aber meilenweit entfernt. Die Wege sind lang, die Schnittstellen schlecht. Im Sommer leiden die Mitarbeiter unter überhitzten Büros. Der Energiewert ist katastrophal. Auch Tauben setzen der Fassade vermehrt zu. Das Erdgeschoss mit großen Fensterfronten und Schauräumen ist an einen türkischen Supermarkt vermietet. Wettbüros zogen wieder aus, der Bereich steht jetzt leer. Die Flächen in Büros umzufunktionieren, sei zu teuer… Seit den 90ern gehört das Hochhaus zu den Landesliegenschaften. Der Kauf damals sei nicht zum Vorteil des Landes gewesen, weiß heute jeder. Man habe dem Vorbesitzer einen Gefallen getan, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Es wurde verlottert, die Technik nur notdürftig repariert.

Viele Ideen für Zukunft der BH Flachgau
Ein Sanierungsfall. Eine Übersiedlung in eine Flachgauer Gemeinde will aber, wie es scheint, niemand. "Es hat geheißen, dass ein neuer Bezirksort zur Identitätsbildung im Flachgau beitragen soll", kann der Walser Bürgermeister Joachim Maislinger nur den Kopf schütteln. Die Voraussetzungen in der Geografie sind so, dass die Gemeinden im Süden klar benachteiligt wären. "Zentrum bleibt die Stadt, alles andere wäre für viele Bürger mit einer Tagesreise verbunden", heißt es auch bei der SPÖ, die auch das Zollgebäude in der Weiserstraße vorschlägt. "Der Bahnhof ist der perfekte Standort", betont SP-Chef Walter Steidl. Bürger sollten neben der Gebietskrankenkasse auch gleich die Landesverwaltung vorfinden.

Mehr Bürgernähe in allen Bezirks-Orten
Die Bezirkshauptmannschaften sollen künftig noch mehr Aufgaben abwickeln: Das hat am Mittwoch der Landtag einstimmig beschlossen. Das Land verspricht sich davon mehr Bürgernähe. Landesrat Josef Schwaiger will die zusätzlichen Aufgaben aber nicht blind verteilen und damit sinnvolle Einheiten zerschlagen. "Es geht um Leistungen, die den Bewohnern wirklich etwas bringen." Beratungen für Wohnen, Naturschutz oder spezielle Verfahren könnten übersiedeln. Bis Ende des Jahres soll die Reform fixiert sein. Der Zeller Bürgermeister Peter Padourek sieht das grundsätzlich positiv, appelliert aber vor allem um eine rasche Entscheidung, was die Führung der BH Pinzgau mit 125 Mitarbeitern betrifft: Seit der Suspendierung von Rosmarie Drexler ist schon fast ein Jahr vergangen. Noch ermittelt die Staatsanwaltschaft.

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