Mo, 20. November 2017

Hilfe kam zu spät

05.05.2015 18:03

62-jähriger Arbeiter in Wasserschacht erstickt

Schrecklicher Unfall am Dienstag in Kundl im Tiroler Bezirk Kufstein: Ein 62-jähriger Arbeiter einer Gartenbaufirma war in einen Schacht gestiegen, um dort das Wasser abzudrehen. Als der Mann nicht wiederkam, alarmierte ein weiterer Angestellter die Einsatzkräfte. Für den Arbeiter kam jede Hilfe zu spät, er war aufgrund einer erhöhten Kohlendioxidkonzentration zunächst bewusstlos geworden und danach erstickt.

Der 62-Jährige (die Altersangabe wurde korrigiert, Anm.) war in den drei Meter tiefen Bewässerungsschacht hineingestiegen, um für Instandsetzungsarbeiten das Wasser abzudrehen, erklärte ein Polizist: "Das wurde in der Vergangenheit immer so gemacht, ohne dass etwas passiert ist." Nachdem ein weiterer Angestellter im Alter von 38 Jahren - wie sich herausstellte, hatte es sich nicht um den Chef der Firma gehandelt - den Mann länger nicht mehr gesehen hatte, machte er sich auf die Suche nach ihm und stieg ebenfalls in den Schacht.

"Bevor er aber zu dem Verunglückten hinabstieg, alarmierte er die Einsatzkräfte", sagte der Beamte. Dies dürfte dem 38-Jährigen wohl auch das Leben gerettet haben: Denn als er den Arbeiter reglos im Schacht fand, wurde er kurz darauf ebenfalls bewusstlos und sank zu Boden. Wenig später trafen bereits die Einsatzkräfte vor Ort ein und brachten die beiden Männer unter Atemschutz aus dem Schacht. Für den 62-Jährigen gab es keine Rettung mehr, das zweite Opfer wurde nach der Erstversorgung ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert.

Bei ersten Messungen wurde im Schacht eine erhöhte Kohlendioxidkonzentration in der Luft festgestellt, so die Exekutive. Warum es dazu gekommen war, ist weiter Gegenstand der Ermittlungen.

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