Fr, 24. November 2017

Ermittlung läuft

05.05.2015 13:25

Google sieht EU-Kartellverfahren „als Chance“

Google sieht das Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission nach eigenen Angaben als Chance, Vorwürfe gegen den Internetkonzern auszuräumen. "Ich glaube, dass es in Europa große Missverständnisse bezüglich unseres Geschäftsmodells und der Funktionsweise unserer Suchmaschine gibt", sagte Vint Cerf, Vizepräsident von Google, vor dem Nationalen Presseclub in Washington.

Das Verfahren sei eine Chance, die "Angelegenheit endlich zu klären", sagte Cerf. Die EU-Behörde hatte Google am 15. April die sogenannten Beschwerdepunkte geschickt. Einer Voruntersuchung zufolge verstößt der Konzern gegen das EU-Wettbewerbsrecht.

"Dominanz an sich ist kein Problem"
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vertiefte im April das langjährige Verfahren mit konkreten Vorwürfen in Bezug auf den Dienst Google Shopping, der Angebote von Händlern anzeigt. Konkurrenten beklagten sich, dass Google den eigenen Service bevorzuge. "Dominanz an sich ist kein Problem", betonte Vestager damals. Dominierende Unternehmen hätten aber die Verantwortung, ihre Position nicht zu missbrauchen. Der Internetkonzern hat im Suchmaschinen-Geschäft in vielen EU-Ländern einen Marktanteil von bis zu 90 Prozent.

Google hatte sich im Zuge des Verfahrens zur Internetsuche mehrfach zu Zugeständnissen bereiterklärt, die jedoch nicht ausreichten. In einer getrennten Untersuchung nehmen Europas oberste Wettbewerbshüter zudem die Dominanz von Googles Betriebssystem Android unter die Lupe, das auf Smartphones und anderen mobilen Geräten läuft.

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