Mo, 23. Oktober 2017

Mit Luxusautos

30.04.2015 18:45

„Doktor“ prellte Firmen um 450.000 Euro

Mit einem in der Schweiz gekauften Doktortitel in Rechtswissenschaften machte ein Betrüger (52) im Salzburger Flachgau große Geschäfte. Er leaste einen Ferrari, einen Porsche und einen Maserati, zahlte nie, verkaufte die Fahrzeuge aber teuer weiter. Insgesamt prellte der Mann acht Firmen um 450.000 Euro.

Der 52-Jährige aus dem Flachgau, der bisher noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, dürfte sich irgendwann im Frühjahr 2014 in der Schweiz einen Doktortitel gekauft haben. Er gab sich fortan in der Heimat als "Dr.jur." aus. Er fälschte eine Generallvollmacht seines Partners – wer das ist, und was er mit dem Betrug zu tun hat, wird noch ermittelt – über 3 Millionen Euro. Damit und mit seinem weltmännischen Auftreten, überzeugte er gleich drei Autohäuser, ihm Luxusfahrzeuge mit Leasingkredit zu verkaufen. Er erwarb einen Ferrari, einen Maserati und einen Porsche, fuhr ein bisschen damit herum und verkaufte sie schließlich teuer an ahnungslose Kunden weiter. Die Leasingraten bezahlte er natürlich nicht.

Autohändler brachten Polizei auf den Plan
Als die Autohändler Anzeige erstatteten, kam der Fall ins Rollen. Die Polizei fand weiters heraus, dass der 52-Jährige zum Schein eine Investment-Firma gründete. Er mietete auch ein Büro und ließ es mit luxuriösen Möbeln ausstatten. Dabei blieb er die Miete sowie die Kaution und die Kosten für die Möbel und diverse Geräte wie einen hochwertigen Kopierer schuldig.

Der Mann "investierte" offenbar auch in mehrere Grundstücke im Flachgau. Sobald er mit seiner Vollmacht über 3 Millionen wedelte, glaubten die Geschäftspartner, sie hätten es mit einem seriösen Herrn zu tun, noch dazu einem Herrn Doktor. Die Vollmacht war nicht gedeckt, die Millionen gab es nur auf dem Papier. Vergangene Woche hatte die Polizei den Durchsuchungsbefehl in der Tasche. "In der Wohnung des Mannes wurden weitere Vollmachten über zig Millionen gefunden. Natürlich sind alle nicht gedeckt", so Polizeisprecherin Eva Wenzl. Der Betrüger wurde festgenommen. Er wohnt jetzt in der Schanzlgasse...

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).