Di, 22. Mai 2018

Schauspielhaus Graz

30.04.2015 14:55

Drei Häuser und viele noch lebende Autoren

Keine sanfte Brise, sondern fast schon ein ausgewachsener Orkan weht einem mit diesem Spielplan um die Ohren: Intendantin Iris Laufenberg und ihr Team haben sich viel Überraschendes für ihre erste Saison am Grazer Schauspielhaus einfallen lassen. Eröffnet wird am 12. September mit einem Fest im ganzen Haus.

Keine Sorge, es findet sich auch der eine oder andere Klassiker im Programm: Shakespeares "Sturm" etwa, Horváths "Kasimir und Karoline", Jonsons "Volpone" oder Dorsts "Merlin oder Das wüste Land" (mit Puppenunterstützung).

Schwerpunkt auf jungen Autoren
Laufenbergs primäres Anliegen sind aber junge Autoren: Mit Clemens Setz und Ferdinand Schmalz stehen gleich zwei Steirer auf dem Spielplan, der junge Oberösterreicher Thomas Arzt sowie Henriette Dushe, Preisträgerin beim Retzhofer Dramapreis, steuern ebenfalls Arbeiten bei. Dazu kommen Stücke von Roland Schimmelpfennig, Oliver Kluck, Jack Thorne, Ingrid Lausund und des französischen Durchstarters Joël Pommerat. Mit der österreichischen Erstaufführung von Iwan Wyrypajews "Betrunkene" zum Abschluss dieser ersten Saison schließt sich da ein Kreis. Stolz ist man auch auf die deutschsprachige Erstaufführung von Alexandra Badeas "Zersplittert". Das Stück wurde bereits mehrfach prämiert und ist zum Stückemarkt beim Berliner Theatertreffen eingeladen. Auch bei den Regisseuren setzt Laufenberg auf frisches Blut: die junge Britin Lily Sykes, Dominic Friedel, Dominique Schnitzer, Claudia Bossard oder Hausdramaturg Jan Stephan Schmieding – um nur einige zu nennen.

Engere Kooperation mit dem "herbst"
Wieder intensiver wird die Kooperation mit dem "steirischen herbst": Gemeinsam präsentiert man Hitlers "Mein Kampf" – in einer Bearbeitung des Theaterkollektivs Rimini Protokoll.

Blaues Erscheinungsbild
Eine neues Outfit wird den Schauspielhaus-Publikationen verpasst, man setzt auf Blau, ist konkreter und weniger verspielt. Die zentrale Lage des Hauses soll durch eine kleine Umbenennung betont werden: Haus Eins, Haus Zwei und Haus Drei stehen künftig für Hauptbühne, Probebühne und Ebene 3. Haus Drei wird sich dem Dialog mit der Stadt und der hiesigen Szene widmen, Haus Zwei steht im Zeichen der Gegenwartsdramatik und Haus Eins soll möglichst alle Formen des Theaters bieten.

Viele neue Gesichter
Im Ensemble finden sich naturgemäß viele neue Gesichter – u. a. Graz-Heimkehrerin Henriette Cejpek, der Steirer Clemens Maria Riegler, KUG-Absolventin Tamara Semzov sowie als Gast Burgschauspielerin Barbara Petrisch, ebenfalls eine Steirerin.

Weitere Information finden Sie unter hier

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