Di, 21. November 2017

Frau gefesselt

29.04.2015 20:13

Brutaler Raubüberfall geklärt

Ein brutaler Raubüberfall konnte nach fast sieben Jahren geklärt werden: Im November 2007 drangen drei maskierte und bewaffnete Männer in ein Haus in Anif-Niederalm ein, fesselten dort die Besitzerin und raubten Bargeld und Schmuck im Wert von 5000 €. Vier Täter konnten jetzt identifiziert werden, einer sitzt schon ein.

Es war erst 8.10 Uhr an diesem bitterkalten Morgen, als es an Christine G.’s Tür am Salzweg in Niederalm läutete. Ihr Mann Josef, ein Gartenbau-Unternehmer, war erst wenige Minuten zuvor zur Arbeit gefahren. Die damals 55-jährige Frau öffnete und sah sich einem maskierten Mann gegenüber. Dieser drängte sie hinein ins Wohnzimmer. Zwei ebenso maskierte und mit Pistolen bewaffnete Komplizen stürmten noch ins Haus. Sie fesselten die Frau und fragten nach dem Tresor. Einer blieb schließlich als Aufpasser beim Opfer. Nach knapp zehn Minuten machten sich die drei mit Bargeld und Schmuck im Wert von 5000 € aus dem Staub. Die gefesselte Frau sperrten sie in die Besenkammer ein.

DNA-Treffer durch Handschuhteil
Ein Komplize, der im Auto wartete, gab sofort Gas, als das Trio einstieg. Ein Fingerteil eines Handschuhs, den die Frau damals einem Täter beim Gerangel abgerissen hatte, sorgte im Vorjahr endlich für einen DNA-Treffer. Man kam zwei Rumänen auf die Spur, die gemeinsam mit acht Landsmännern von 2007 bis 2008 in Oberösterreich an 18 Einbrüchen mit einem Schaden von über 1 Million beteiligt waren. Diese zehn Rumänen wurden im Frühjahr 2008 gefasst und bekamen bei der folgenden Gerichtsverhandlung Strafen in der Höhe von drei bis sieben Jahren aufgebrummt. Mittlerweile sind die Männer alle wieder auf freiem Fuß. "Da die Spur aus dem Handschuh eine Mischspur war, dauerte es länger einen Treffer zu bekommen", so Karl Heinz Pracher, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts in Salzburg.

Jene zwei Rumänen, die am Raubüberfall in Anif beteiligt waren, wurden seither genauer unter die Lupe genommen. Die Polizei konnte auch auf Handydaten der beiden zugreifen. Und so konnte man in mühevoller Kleinarbeit zwei weitere Täter identifizieren. Drei sind auf freiem Fuß, gegen sie gibt es europaweite Haftbefehle. Komplize Nummer vier, ein 38-jähriger Rumäne, wurde in einem Gefängnis in Belgien aufgefunden. Er sitzt dort wegen Einbruchs ein. Pracher ist sich sicher, dass die anderen Täter rasch gefasst werden können. "Die Bilder der Herren liegen bei jeder Polizeistelle in Europa auf. Die bekommen wir schon noch". Den Männern drohen zwischen fünf und 15 Jahren Haft.

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