Sa, 26. Mai 2018

Kauen statt trinken

11.05.2015 10:42

Die große Saft-Lüge: Besser zu Obst greifen!

Wer gesund leben möchte, greift immer häufiger zu einem frisch gepressten Obstsaft. Aber Achtung! Die bunten und süßen Säfte sind nicht annähernd so gesund, wie man glaubt. Wir haben alle Infos zur Saft-Lüge!

Obst essen ist gesund, das lernt man schon als kleines Kind. Was viele aber nicht wissen: Die in den letzten Jahren so gehypten Smoothies und Fruchtsäfte sind nicht mal annähernd so gesund wie ihr Ruf. Mehr noch: Sie können sogar Erkrankungen fördern, wie die Bostoner Harvard School of Public Health bei einer wissenschaftlichen Studie mit knapp 190.000 Teilnehmern über 24 Jahre hinweg festgestellt hat.

Dabei kamen die Wissenschaftler zur Erkenntnis, dass speziell der Verzehr von Trauben, Äpfeln, Birnen und Heidelbeeren positive Auswirkungen auf den Insulinhaushalt hatte. Wer allerdings frisches Obst vermehrt durch Saft ersetzte, erkrankte deutlich häufiger an Diabetes mellutis.

Der Grund liegt beim gekauften Saft eigentlich auf der Hand: Bis es die Orange vom Baum ins Packerl schafft, erfolgen verschiedene technische Prozesse, während derer die wertvollen Nährstoffe der Zitrusfrucht zerstört werden. Doch auch wer in der Früh seine Orangen selbst auspresst, hat in seinem Orangensaft fast keine Ballaststoffe mehr enthalten.

Beim Auspressen gehen Vitamine verloren!
Außerdem stecken die gesunden Mineralstoffe und Vitamine der meisten Obstsorten in und unter der Schale. Beim Auspressen zerstört man nicht nur die Struktur, sondern vor allem auch diese gesunden Substanzen. Übrig bleibt im Glas im Grunde nur noch Wasser mit Geschmack - und viel Zucker, der in Windeseile über den Darm ins Blut gelangt. Der Blutzuckerspiegel schnellt nach dem Genuss von Säften und Smoothies in die Höhe, es wird vermehrt Insulin ausgeschüttet - und die Gefahr für Diabetes und Übergewicht steigt.

Da Obst erst gekaut, dann langsam verdaut werden muss und dadurch den Insulinspiegel nicht unnatürlich nach oben jagt, sind ein Apfel, eine Banane oder eine Kiwi die gesündere Alternative zum Obstsaft. Wer dennoch nicht auf eine fruchtige Erfrischung verzichten möchte, sollte sich selbst einen Smoothie mixen. Beim Passieren bleiben die meisten Vitamine und Ballaststoffe nämlich erhalten. Satt machen Smoothies aber nicht - denn im pürierten Zustand hat Obst ein geringeres Volumen und füllt den Magen weniger aus.

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