So, 17. Dezember 2017

Von Ranger

29.04.2015 09:22

Drohnenpilot in Nationalpark mit Taser gestoppt

Wer nicht hören will, muss fühlen. Diese schmerzliche Erfahrung hat nun auch Travis Sanders machen müssen: Der US-Amerikaner hatte das geltende Flugverbot für Kameradrohnen im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark missachtet und dafür prompt die Quittung erhalten - in Gestalt eines aufgebrachten Rangers, der den Familienvater mit einem gezielten Stromschlag aus einem Taser außer Gefecht setzte.

Travis Sanders (kleines Bild) aus Pahoa, Hawaii, hatte mit seiner Familie einen Ausflug in den Park gemacht, um mit einer Drohne die aus dem Vulkan Kilauea fließende Lava zu filmen. Was Sanders laut eigenen Angaben nicht wusste: Im gesamten Parkgebiet herrscht Flugverbot. Einem Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge dauerte es nicht lange, bis ein Ranger das Fluggerät oberhalb eines beliebten Aussichtspunktes bemerkte und Sanders schreiend aufforderte, seine Drohne schleunigst zu landen.

"Er klang sehr wütend, suchte die Konfrontation, als ob er sich prügeln wollte", schildert Sanders den Vorfall. "Ich hatte nicht vor, länger zu bleiben, also sagte ich ihm, dass ich keinen Ausweis bei mir habe und gehen wolle." Laut Parkverwaltung ereignete sich der Vorfall hingegen ganz anders: Der Ranger habe sich ausgewiesen und Sanders gebeten, die Drohne zu landen - was dieser erst nach dreimaliger Aufforderung getan habe, so eine Sprecherin des Nationalparks.

Anstatt sich wie gefordert auszuweisen, habe der Familienvater dann die Flucht angetreten - geradewegs zu auf eine über 150 Meter in die Tiefe abfallende Steilkante. Der Ranger habe daraufhin seinen Taser gezückt und Sanders gestoppt. Dem Bericht nach wurde der 35-Jährige anschließend vor den Augen Hunderter Besucher in Handschellen von der alarmierten Polizei abgeführt und auf die Wache gebracht, die er erst am nächsten Morgen gegen 500 US-Dollar Kaution verlassen durfte.

Ein Augenzeuge, der die Szene beobachtete, bezeichnete das Verhalten des Rangers als "schwere Überreaktion". Die Parkverwaltung hält dagegen: Sanders sei "unberechenbar" und "angriffslustig" gewesen. Zu seiner eigenen Sicherheit und der anderer Besucher habe er gestoppt werden müssen.

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