Mi, 23. Mai 2018

"Krone"-Ombudsfrau

29.04.2015 09:00

Das große Abzocken mit Gewinnmitteilungen

Dubiose Gewinnmitteilungen sind ein alter Hut, aber leider immer noch aktuell. Mehr als 30 Millionen Euro hätte eine einzige Leserin aus der Steiermark nur im März und im April gewonnen, wie man ihr in Dutzenden Schreiben weismachen wollte. Doch die Masche ist immer dieselbe: Wer gewinnen will, muss erst einmal zahlen!

Mit den originellen Worten "Diese Mitteilung ist echte Wirklichkeit" beginnt eines der Schmäh-Schreiben, mit denen der Steirerin mitgeteilt wird, sie habe "final" einen Haufen Geld gewonnen. Sie müsse lediglich vorher eine Gebühr von 20 Euro begleichen. Per Scheck oder Geldanweisung. Und das hat die vermeintliche Gewinnerin in der Vergangenheit schon getan, wie sie zerknirscht zugibt. Obwohl sie weiß, dass die Schreiben in den Müll gehören. Aber es wär halt so schön, wenn das große Glück doch einmal wahr werden würde...

Abgesehen davon werden die Mitteilungen immer aufwendiger, sind mit verschnörkelten Siegeln versehen und grafisch so gestaltet, dass man durchaus den Eindruck bekommen kann, man halte Schecks oder Wertpapiere in der Hand. Die Absender sitzen in verschiedenen Ländern, von Rumänien bis in die USA. Freilich verfolgen diese nur einen Zweck: ihrerseits abzukassieren. Kein "Gewinn" kann ausgezahlt werden, ohne dass vorher eine entsprechende Gebühr überwiesen wird. Und bei der Aussicht auf einen Millionengewinn wird sich der eine oder andere - der einen im Vergleich dazu geringen Betrag zwischen zehn und 100 Euro überweist - sicher finden.

Erst im Kleingedruckten auf der Rückseite steht geschrieben, dass es sich nicht um eine Gewinnmitteilung handelt, sondern um eine Werbung! Und die Betrüger erteilen sich dort gleich selbst die Absolution mit dem Hinweis: ungültig, wo gesetzlich verboten.

Tja, ihr lieben Aushecker, die echte Wirklichkeit ist aber diese: Die Ombudsfrau wird vor euch warnen, bis dieser Unfug abgestellt wird!

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