Mi, 22. November 2017

Menschen mit Herz

28.04.2015 09:28

Verein Pfotenhilfe kürte „Tierfreunde des Jahres“

Seit 2013 zeichnet der Verein Pfotenhilfe im Rahmen seiner Aktion "Tierfreund des Jahres" Privatpersonen aus, die einen Großteil ihrer Freizeit damit verbringen, sich um das Wohl von hilfsbedürftigen Tieren zu kümmern. Die drei glücklichen Gewinnerinnen dieses Jahres heißen Johanna Hofbauer (Wien), Astrid Kanzler (Oberösterreich) und Christa Lederhofer (Wien).

Johanna Hofbauer: "Wohl der Tiere liegt mir am Herzen"
Das Wohl der Tiere steht für Johanna Hofbauer seit Jahrzehnten an erster Stelle. Die vielen Futterhäuschen und Wasserstellen, die sie in ihrem Garten aufgestellt hat, werden bei jedem Wetter gesäubert und mit frischem Futter und Wasser aufgefüllt. Aus diesem Grund tummeln sich in ihrem Garten seit Jahrzehnten nicht nur Spatzen, Amseln und Meisen, sondern auch zahlreiche Eichhörnchen und Krähen.

"Die einzigen Tiere, die ich immer wieder ausquartieren muss, sind die Mäuse. Sie vergreifen sich am Futter der Vögel und Eichhörnchen und machen dabei viel Mist", so Hofbauer. Die kleinen Nager werden mit Lebendfallen von Frau Hofbauer eingefangen und anschließend bei einem nahe gelegenen Friedhof wieder freigelassen. Auch alle Hunde am Schafberg haben Frau Hofbauer ins Herz geschlossen - regelmäßig holen sich die Vierbeiner im Vorbeigehen Leckerlis bei der Tierfreundin ab.

Astrid Kanzler: "Ich helfe, wo meine Hilfe gebraucht wird"
Frau Kanzler und ihr Ehemann lieben Tiere über alles. Aus diesem Grund haben sie zahlreiche Tiere bei sich aufgenommen. Zwei Hunde, elf Katzen, zwei Ziegen und zwei Pferde haben bei den Tierfreunden in Oberösterreich ein artgemäßes und sicheres Zuhause gefunden. Bei Tieren in Not kann Frau Kanzler nicht wegsehen und so verbringt sie gemeinsam mit ihrer Familie viel Zeit damit, kranke und verwahrloste Bauernhofkatzen zu versorgen. Nicht nur die Versorgung, Kastration und Pflege ist der Tierfreundin wichtig, sondern auch, dass die Tiere ein sicheres und liebevolles Zuhause finden.

Angefahrene oder verletzte Katzen fängt die Tierfreundin ein und bringt sie zum Tierarzt, wo sie auf ihre Kosten versorgt werden. Auch zahlreiche Hunde aus dem Ausland konnten durch Frau Kanzlers Engagement in den letzten Jahren nach Österreich geholt und an liebevolle Plätze vermittelt werden. "Da sich die Tiere meist nicht selbst helfen können, haben meine Familie und ich es uns zur Aufgabe gemacht, zu helfen, wo immer unsere Unterstützung gebraucht wird", so die Tierfreundin. So ist es für sie auch eine Selbstverständlichkeit, Jahr für Jahr beim Tag der offenen Tür der Pfotenhilfe in Lochen am Welttierschutztag kräftig anzupacken und mitzuhelfen.

Christa Lederhofer: "Bei Tieren kann ich nicht wegsehen"
Die Liebe zu Tieren besitzt Frau Lederhofer aus Wien bereits seit ihrer frühen Kindheit. Tiere zu beschützen liegt ihr offensichtlich im Blut. Als Schülerin wurde sie von einem Hund, den sie nicht anfassen sollte, in die Hand gebissen und obwohl sie tagelang Angst hatte, Tollwut zu bekommen, hielt sie die Wunde versteckt. Sie wollte auf keinen Fall, dass der Vierbeiner für ihren Fehler bestraft oder gar erschossen wird, so wie es früher bei bissigen Hunden üblich war. Die Angst vor der Tollwut ist mittlerweile vergangen, ihre Tierliebe hat sie sich erhalten.

Seit Jahren kümmert sie sich während ihres Urlaubes in Ländern wie Griechenland oder Spanien um herrenlose und kranke Tiere. Sie ist sich bewusst, dass das Füttern alleine keine große Hilfe ist, daher lässt sie die Tiere vor Ort kastrieren und versucht, sie in Tierauffangstationen unterzubringen. Da es in Spanien oder Griechenland jedoch kaum Tierheime gibt, hat sie schon zahlreiche hilfsbedürftige Tiere in ihrem Wohnwagen nach Österreich transportiert, wo sie behandelt und an gute Plätze weitervermittelt werden konnten. Ihr Hund "Bogi" ist ihr am Strand in Kalogria zugelaufen und begleitet sie noch heute, denn sie konnte sich nach seiner Kastration nicht mehr von ihm trennen. "Auch wenn ich im Bekanntenkreis oft für meine Tierliebe und mein Engagement belächelt werde, bei hilfsbedürftigen Vierbeinern kann ich einfach nicht wegsehen", so die Tierfreundin abschließend.

Pfotenhilfe: Engagement ist "beeindruckend und berührend"
"Es ist beeindruckend und berührend zugleich, dass Menschen einen Großteil ihrer Freizeit opfern, um sich mit viel Engagement um hilfsbedürftige Tiere zu kümmern", erklärt Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. "Wir erleben so viele schreckliche Schicksale von vernachlässigten oder misshandelten Tieren, dass es uns umso glücklicher macht, wenn sich Menschen mit all ihrer Energie einer Aufgabe widmen, die uns bei der Pfotenhilfe so wichtig ist - nämlich hilflosen Tieren zu helfen", so der Tierschützer.

Kennen Sie jemanden, der den beliebten Preis für 2015 verdient hätte? Dann senden Sie jetzt schon ein Mail mit dem Betreff "Tierfreund des Jahres“ samt Geschichte an  info@pfotenhilfe.org.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).