Mo, 21. Mai 2018

Lokalaugenschein

28.04.2015 02:11

"Der Job ist hart, aber wir helfen gern"

Nach Tagen in der Flammenhölle oberhalb von Lurnfeld sind die Einsatzkräfte am Ende ihrer Kräfte angelangt. Doch ein Aufgeben kommt nicht in Frage, wie ein „Krone“-Lokalaugenschein am Montag auf dem Göriacher Berg zeigte. Denn obwohl die Flammen bereits gelöscht sind, fängt jetzt die Knochenarbeit erst richtig an.

Nach Tagen und Nächten im Brandeinsatz mussten einige Feuerwehrmänner am Montag wieder zurück an ihre Arbeitsplätze. Viele haben aber Urlaub genommen: „Ist doch selbstverständlich, wenn die Sirene heult“, so ein Göriacher „Floriani“, der mit dem Dankesagen an die zahlreichen Helfer kaum nachkommt, während er mit einem „Quad“ den Berg hinauf braust.

Rückspritze mit 20 Liter Wasser
Exakt 324 Feuerwehrmänner, Soldaten und Bergretter standen und stehen hier oben auf dem Göriacher Berg im Einsatz, wo mehr als 75 Hektar Wald von Flammen zerstört wurden. „Im Ernstfall halten wir alle kameradschaftlich zusammen“, erklärt Otto Schatzmayr von der FF Stockenboi. Dem Oberbrandmeister wird im steilen Gelände in gut 1800 Meter Seehöhe seine Rückenspritze mit 20 Liter Wasser aufgefüllt.

Ein altes, aber bewährtes Spezialsystem zur Bekämpfung der Glutnester. Denn mehr als 500 solcher „Hotspots“ – teils hat sich das Feuer metertief ins Erdreich „gefressen“ – gilt es laut Einsatzleiter und Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Zmölnig zu bekämpfen: „Wenn wir es nicht machen würden, dann würde ein bisschen Wind reichen, um die Flammen wieder neu zu entflammen.“

Montag wurden die Einsatzkräfte vom Katastrophen-Hilfszug Villach-Hermagor sowie von zwei Villacher Pionierzügen unterstützt. Auch die Bewohner der angrenzenden Ortschaften helfen mit. Immer wieder bringen Anrainer Jausenpakete oder selbst Gebackenes vorbei. Schatzmayr: „Die Verpflegung ist sehr gut, die gibt neue Energie. Und sie ist natürlich auch eine moralische Stütze.“

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