Di, 22. Mai 2018

Mit Messer traktiert

27.04.2015 10:47

Täter verpassten Opfer grausamen "Denkzettel"

Mit Messern den Rücken zerschnitten, in den Wunden Salz verrieben – Höllenqualen musste ein knapp 30-jähriger Mann erleiden. Eingesperrt in einem Haus in Eisenstadt, hatten ihn zwei Burgenländer mit dem Umbringen bedroht und ihm ohne Skrupel einen "Denkzettel" verpasst. Die Peiniger standen nun vor Gericht.

Brutale Szenen spielten sich am 12. Februar dieses Jahres hinter der Fassade eines Hauses in Eisenstadt ab. Ein 26-Jähriger und sein Kompagnon (25) hatten einen Mann in ihrer Gewalt. Der Ältere fügte dem Opfer bis zu 30 Zentimeter lange Schnitte am Rücken, im Nacken und an den Schultern zu. Zuerst mit einem Küchen-, dann mit einem Klappmesser. Damit die Qualen für den Gepeinigten besonders schmerzhaft sind, rieb der Rädelsführer Salz in die Wunden des Verletzten. Auch Todesdrohungen stießen die beiden Täter aus.

Die Beschuldigten schweigen
Nun saßen die "Brutalos" auf der Anklagebank. Einige Fragen ließen sich aber auch vor Gericht nicht klären. So wie jene zum Motiv. Die Beschuldigten schweigen. Fest steht, Täter und Opfer kennen sich lange. "Der Ältere führte die Tat aus, der Jüngere half. Er reichte ihm die Messer und holte das Salz aus der Küche", hieß es.

Das Urteil: Der 26-Jährige fasste 20 Monate Haft aus, zudem weitere drei Monate auf Widerruf aufgrund einer früheren Vorstrafe wegen Körperverletzung. Seine Einweisung in eine psychiatrische Klinik wurde angeordnet. Der Komplize kam mit neun Monaten bedingt und 900 € Geldbuße davon.

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