Di, 21. November 2017

Waldbrand in Kärnten

26.04.2015 12:47

„Kampf gegen Glutnester ist eine Knochenarbeit“

Der Kampf gegen die Flammen in Oberkärnten geht weiter: Aus dem ganzen Land reisen immer neue Einsatzkräfte zur Göriacher Alm, um die kräfteraubenden Löscharbeiten zu unterstützen. Die Feuerwehrmänner müssen sich sogar in Steilhänge abseilen lassen. Ein "Brand aus" ist nicht in Sicht. "Der Berg ist noch voller Glutnester", so Bezirksfeuerwehrchef Johann Zmölnig.

Da muss sogar Einsatzleiter Zmölnig lachen, wenn man ihn nach seiner Schlafenszeit befragt: "Mehr als fünf Stunden pro Nacht sind nicht drinnen - es geht dauernd durch." Seit Dienstag stehen mehr als 300 Angehörige von Feuerwehren, Bundesheer, Polizei und dem Roten Kreuz im Einsatz. Erst in Oberdrauburg, dann im Raum Lurnfeld. "Der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit sind einzigartig - das muss einmal gesagt werden. Danke an alle", meint Zmölnig.

Dabei ist der Einsatz noch lange nicht vorbei. "Wir kämpfen mit Glutnestern, die sich bis zu einen Meter ins Erdreich gefressen haben. Die zu löschen, ist eine Knochenarbeit. Aber sie ist notwendig. Sonst würde das Feuer schon in wenigen Tagen neu ausbrechen." Dafür müssen sich die Einsatzkräfte sogar in schwindelerregende Steilhänge abseilen, um die Glutnester mittels tragbarer Spritzen zu bekämpfen.

Damit wegen der langen Einsatzdauer die Kraft nicht ausgeht, setzt die Einsatzleitung auf den ständigen Austausch der Blauhelme. "Wir schauen darauf, dass niemand länger als zwei bis drei Tage im Einsatz ist." Noch offen ist, wie lange der Einsatz weitergeht. Ein "Brand aus" ist vor Montag nicht zu erwarten. "Die Lage hat sich stabilisiert, aber der Berg ist noch immer durchsetzt von den Glutnestern", so Zmölnig.

Deshalb hoffen alle auf Hilfe von oben. Zmölnig: "Solange es nicht ausgiebig regnet, bleibt in Kärnten die Waldbrandgefahr enorm." Schon jede unachtsam weggeworfene Zigarette könne wegen der Trockenheit ein Feuer entfachen.

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