Di, 22. Mai 2018

Waldbrand in Kärnten

26.04.2015 12:47

"Kampf gegen Glutnester ist eine Knochenarbeit"

Der Kampf gegen die Flammen in Oberkärnten geht weiter: Aus dem ganzen Land reisen immer neue Einsatzkräfte zur Göriacher Alm, um die kräfteraubenden Löscharbeiten zu unterstützen. Die Feuerwehrmänner müssen sich sogar in Steilhänge abseilen lassen. Ein "Brand aus" ist nicht in Sicht. "Der Berg ist noch voller Glutnester", so Bezirksfeuerwehrchef Johann Zmölnig.

Da muss sogar Einsatzleiter Zmölnig lachen, wenn man ihn nach seiner Schlafenszeit befragt: "Mehr als fünf Stunden pro Nacht sind nicht drinnen - es geht dauernd durch." Seit Dienstag stehen mehr als 300 Angehörige von Feuerwehren, Bundesheer, Polizei und dem Roten Kreuz im Einsatz. Erst in Oberdrauburg, dann im Raum Lurnfeld. "Der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit sind einzigartig - das muss einmal gesagt werden. Danke an alle", meint Zmölnig.

Dabei ist der Einsatz noch lange nicht vorbei. "Wir kämpfen mit Glutnestern, die sich bis zu einen Meter ins Erdreich gefressen haben. Die zu löschen, ist eine Knochenarbeit. Aber sie ist notwendig. Sonst würde das Feuer schon in wenigen Tagen neu ausbrechen." Dafür müssen sich die Einsatzkräfte sogar in schwindelerregende Steilhänge abseilen, um die Glutnester mittels tragbarer Spritzen zu bekämpfen.

Damit wegen der langen Einsatzdauer die Kraft nicht ausgeht, setzt die Einsatzleitung auf den ständigen Austausch der Blauhelme. "Wir schauen darauf, dass niemand länger als zwei bis drei Tage im Einsatz ist." Noch offen ist, wie lange der Einsatz weitergeht. Ein "Brand aus" ist vor Montag nicht zu erwarten. "Die Lage hat sich stabilisiert, aber der Berg ist noch immer durchsetzt von den Glutnestern", so Zmölnig.

Deshalb hoffen alle auf Hilfe von oben. Zmölnig: "Solange es nicht ausgiebig regnet, bleibt in Kärnten die Waldbrandgefahr enorm." Schon jede unachtsam weggeworfene Zigarette könne wegen der Trockenheit ein Feuer entfachen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Ausnahme in IG-L-Zonen
E-Autos mit neuer Regelung bald auf Überholspur
Österreich
Bekennt sich zum ÖFB
Barnes könnte schon gegen Schweden debütieren!
Fußball National
Welle der Entrüstung
Kiew lässt Gazprom-Logos vor CL-Finale entfernen!
Fußball International
Geschäftsführer Sport
Schmadtke soll Wolfsburg in die Erfolgsspur führen
Fußball International
Festnahmen in Linz
Asylwerber als Dealer: 480 Kilo Drogen verkauft
Oberösterreich
Trauer im Wiener Zoo
Malende Orang-Utan-Dame „Nonja“ gestorben
Österreich
Wegen Top-Talent
Mega-Zoff: Liverpool sagt Test gegen Gladbach ab!
Fußball International
Beispiellose Geste
Perus WM-Gegner setzen sich für Guerrero ein!
Fußball International

Für den Newsletter anmelden