Do, 23. November 2017

Nach Fall in OÖ

24.04.2015 10:03

Länder planen kein einheitliches Hundehaltegesetz

Der Fall einer bissigen Dogge in Molln, die durch Ummeldung auf einen niederösterreichischen Halter vom Frauerl nicht hergegeben werden muss, hat eine Debatte um die länderweise unterschiedlichen Hundehaltegesetze ausgelöst. Eine bundesweite Vereinheitlichung hat Oberösterreich bereits einmal abgelehnt.

Andere Medien schreiben, dass durch die Ummeldung für die Mollner Dogge "das liberalere niederösterreichische Hundehaltegesetz" gelte, selbst wenn sie tageweise in Oberösterreich "zu Besuch" ist. Dem ist aber nicht so, wie VP-Klubobman Thomas Stelzer bekräftigt: "Selbstverständlich gelten die in unserem Gesetz festgelegten Pflichten beim Spazierengehen mit Hunden weiterhin."

Frauerl entkommt durch Ummeldung Halteverbot
Lediglich die Untersagung der Hundehaltung oder eine daran anschließende Abnahme des Hundes knüpfe an die Haltereigenschaft an, so Stelzer. So entkommt das Frauerl durch die Ummeldung tatsächlich dem gegen sie ausgesprochenen Halteverbot, kann mit der Dogge weiter – im Ortsgebiet an der Leine oder mit Maulkorb – äußerln gehen. Daran hält sie sich übrigens jetzt auch.

Vereinheitlichung der Gesetze schon einmal gescheitert
Ein Anlauf zu einer Vereinheitlichung der Hundehaltegesetze ist schon mal gescheitert, weiß VP-Politiker Stelzer: "Es konnte keine Einigung erzielt werden, da einige Länder, darunter auch Oberösterreich, ihren guten und hohen Gesetzesstandard nicht einbüßen wollten", so der Grund.

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