So, 20. Mai 2018

Besonders in Asien

21.04.2015 18:13

Überfälle durch Piraten nehmen wieder zu

Die Piraterie auf See macht der internationalen Schifffahrt wieder stärker zu schaffen. Nach einem stetigen Rückgang sei die Zahl der Angriffe weltweit im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Zehntel gestiegen, teilte das Internationale Schifffahrtsbüro der Internationalen Handelskammer (IMB) am Dienstag mit. Besonders betroffen ist Südostasien.

Das Büro registrierte seit Jahresbeginn 54 Piratenangriffe und bewaffnete Überfälle, mehr als die Hälfte passierte vor den Küsten Südostasiens. Dabei wurden insgesamt 140 Geiseln genommen, dreimal so viele wie im Vergleichszeitraum 2014. Von 13 angegriffen Seeleuten wurden demnach drei verletzt.

Die Zunahme in Südostasien sei ein wachsender Grund zur Sorge, berichtete IMB-Direktor Pottengal Mukundan. Er forderte ein strengeres, koordiniertes und regionales Vorgehen gegen die Piraterie. Vor Südostasien seien seit April 2014 innerhalb eines Jahres 23 Schiffe entführt worden. Im ersten Quartal wurden fünf Tankschiffe und ein Küstenschlepper gekapert. Die Ölladungen sind laut IMB begehrtes Diebesgut. Vor allem vor Indonesien gelangten mehr Piraten an Bord. In Vietnam würden vermehrt ankernde Schiffe von Bewaffneten überfallen, acht Fälle wurden im ersten Quartal dokumentiert.

Rückgang vor Afrika
Im Gegensatz dazu erfasste das IMB in Ostafrika vor den Küsten Somalias keinen Vorfall. Die Piraterie war dort bereits in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Jedoch blieb es vor Westafrika gefährlich: Vor den Küsten Ghanas sei ein Mann bei einem Angriff auf ein Fischereiboot ums Leben gekommen. Außerdem berichtet das IBM dort über Entführungen von fünf Crewmitgliedern und einem Tanker.

Wiener überlebte Piraten-Albtraum
In Mittelamerika überlebten indes erst vor Kurzem der Wiener Andy W. (46) und seine Lebensgefährtin Loretta R. (54) einen hinterhältigen Angriff auf hoher See. Vor der Küste von Honduras hatten Piraten ihr Segelboot geentert - und die beiden in einer einsamen Bucht ausgesetzt und zum Sterben zurückgelassen. Nach vier Tagen entdeckten Wanderer die selbst gebastelten SOS-Zeichen der Gestrandeten. Ein Rettungsboot der honduranischen Marine brachte sie in Sicherheit.

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