So, 22. Oktober 2017

Gratis-Fotosoftware

25.05.2015 09:00

Mit diesen Tools machen Sie mehr aus Ihren Bildern

Adobe Photoshop gilt gemeinhin als König unter den Bildbearbeitungsprogrammen, vielen Privatnutzern ist das Profi-Programm aber schlicht zu teuer – immerhin kostet es selbst in der billigsten Abo-Version 140 Euro pro Jahr, ein Kaufpaket gibt's gar nicht mehr. Da trifft es sich gut, dass es heute viele gute Alternativen gibt, die den Nutzer keinen Cent kosten. Mit welchen Tools Sie ihre Fotos kostenlos aufpolieren können, verraten wir Ihnen hier.

Der wohl bekannteste Photoshop-Rivale am PC ist das kostenlose Bildbearbeitungs-Tool GIMP. Es handelt sich um Open-Source-Software, die von einer großen Schar ehrenamtlicher Entwickler auf der ganzen Welt laufend weiterentwickelt wird und dem teuren Adobe-Programm in puncto Funktionsumfang in kaum etwas nachsteht.

Wer Photoshop gewöhnt ist, wird sich im GIMP-Benutzerinterface zwar nicht sofort zurechtfinden, im Netz gibt es jedoch eine umfangreiche deutsche Anleitung, mit der sich so gut wie alle Fragen rund um GIMP beantworten lassen. Das Gratis-Tool unterstützt alle großen Desktop-Betriebssysteme – Linux, MacOS und Windows.

Ordentlicher Funktionsumfang bei Paint.net
Einen ansehnlichen Funktionsumfang bietet auch das Gratis-Tool Paint.net. Entstanden ist es als von Microsoft unterstütztes Studentenprojekt, bei dem eine zeitgemäße Alternative zum Windows-Bordmittel Paint erschaffen werden sollte. Mittlerweile sind die Macher des Bildbearbeitungs-Tools mit ihrem Studium fertig, pflegen ihr Projekt aber weiterhin. Paint.net gibt es für Windows, die Benutzeroberfläche dürfte für Photoshop-Kenner etwas intuitiver bedienbar sein als jene von GIMP.

Ein Gratis-Tool, das nicht nur Bildbearbeitungs-Funktionen bietet, sondern auch animierte GIFs und Dia-Shows erstellt, ist PhotoScape. Das Tool bietet eine einfach zu bedienende Nutzeroberfläche mit vielen Tools und Filtern zur Optimierung der Bilder. Neben der Windows-Version gibt's mit PhotoScape X auch eine Version für MacOS-Geräte.

Picasa: Bildverwaltung mit Sync- und Editor-Funktion
Google bietet mit Picasa ein hauseigenes Foto-Verwaltungstool an, das auch eine Reihe einfach zu bedienender Bildbearbeitungsfunktionen mitbringt. So viel wie mit Photoshop oder GIMP kann man mit Picasa zwar nicht machen, Basisfunktionen wie das Zuschneiden, Kontrast- und Farbregelung sowie verschiedene Filter sind jedoch vorhanden.

Praktisch für all jene, die ihre Fotos gerne in die Cloud hochladen, um von überall darauf zugreifen zu können ist der automatische Upload, mit dem Picasa Bilder auf Google+ sichert. Picasa läuft auf Rechnern mit Windows oder MacOS.

Ebenfalls erwähnenswert: die PhotoPlus Starter Edition. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um die kostenlose Basisversion einer eigentlich kostenpflichtigen Anwendung, die sich vor allem damit rühmt, ein besonders einfaches Bedienkonzept mitzubringen. Die wichtigsten Funktionen – Zuschneiden, Größe ändern, Filter und Effekte – gibt's bereits in der Starter-Version, wer mehr Features braucht, wird mit 95 Euro zur Kasse gebeten. Verfügbar für: Windows.

Schnell einsatzbereit: Online-Bildbearbeitungstools
Interessant für Nutzer exotischer Betriebssysteme oder all jene, die keine Software auf ihren Rechner installieren wollen, sind internetbasierte Bildbearbeitungsprogramme. Sie laufen im Browser und bieten die wichtigsten Bildbearbeitungs-Funktionen direkt in selbigem an. Sie erfordern zwar keine Installation, aber eine halbwegs flotte Internetverbindung. Interessant sind sie vor allem für Gelegenheitsnutzer, die nur einzelne Bilder bearbeiten wollen.

Viele Funktionen beim Online-Tool Pixlr Editor
Eines der bekanntesten Online-Tools in diesem Zusammenhang ist Pixlr. Die Website bietet mit Pixlr Express und Pixlr Editor gleich zwei Online-Tools an, wobei die Express-Variante für die schnelle und unkomplizierte Optimierung einzelner Bilder gedacht ist. Der Editor hingegen versteht sich als vollwertige Bildbearbeitung und liefert viele Funktionen, wie sie auch in Profi-Programmen wie Photoshop oder GIMP zu finden sind, direkt im Browser.

Von Pixlr gibt es auch eine Desktop-Anwendung, die mit einem einfachen Bedienkonzept daherkommt, aber nicht so viele Funktionen wie etwa GIMP oder Paint.net bietet. Und Mobile-Apps für Android und iOS stehen ebenfalls zur Verfügung.

Ein mit Pixlr Express vergleichbares Online-Bildbearbeitungswerkzeug ist Fotor. Das Tool bietet drei Nutzungsmöglichkeiten: Es erstellt Collagen, dient der Bildbearbeitung und kann Grußkarten designen. Schade: Manche Funktionen von Fotos erfordern die Erstellung eines (nur für begrenzte Zeit kostenlosen) Fotor-Accounts.

Einfach zu benutzen: iPiccy
Eine Alternative zu Fotor ist das Online-Tool iPiccy, das in puncto Funktionsvielfalt zwar nicht mit spezialisierten Desktop-Anwendungen mithalten kann, dafür aber mit einer besonders einfachen Bedienoberfläche punktet. Ähnlich wie bei Pixlr Express oder Fotor kann der Nutzer bei iPiccy aus verschiedenen Optimierungen und Filtern wählen und sein Foto damit verbessern, einzelne Bilddetails lassen sich derweil mit anderen Tools (Offline: GIMP, Paint.net; Online: Pixlr Editor) besser verändern.

Durchprobieren lohnt sich
Die genannten Tools sind zum Großteil völlig kostenlos, nur vereinzelt handelt es sich um eingeschränkte Freeware-Versionen oder Online-Dienste, deren voller Funktionsumfang nur nach Bezahlung genutzt werden kann. Es lohnt sich also, die einzelnen Programme und Online-Dienste durchzuprobieren und das Foto-Tool zu suchen, das den eigenen Bedürfnissen am ehesten entspricht.

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