Do, 24. Mai 2018

Grödig geschlagen

18.04.2015 20:48

Sturm feiert dank Kienast Last-Minute-Sieg

Sturm Graz hat die eigene imposante Heimserie dank eines Last-Minute-Tores fortgesetzt. Die Steirer gewannen am Samstag dank eines Treffers von Roman Kienast in der 92. Minute mit 2:1 gegen Grödig und fixierten ihren fünften Sieg in Folge in der UPC-Arena. Die Truppe von Coach Franco Foda zog damit in der Bundesliga-Tabelle an Altach vorbei und blieb auch dem Zweiten Rapid auf den Fersen.

Nach Toren von Simon Piesinger (20.) bzw. Mathias Maak (31.) hatte es trotz einer Gelb-Roten Karte für Grödigs Christoph Martschinko (62.) lange Zeit nach einem Unentschieden ausgesehen. Kienast hatte in der Nachspielzeit aber etwas dagegen, machte den siebten Sturm-Sieg in den jüngsten acht Spielen noch perfekt. Sturm liegt nach 29 Runden weiter zwei Zähler hinter Rapid und dem angepeilten zweiten Champions-League-Qualifikationsplatz sowie einen Punkt vor Aufsteiger Altach.

Die Grödiger kassierten trotz einer kämpferisch überzeugenden Vorstellung auswärts die sechste Niederlage in den jüngsten sieben Spielen, haben als Achter aber immer noch beruhigende acht Punkte Vorsprung auf das Neo-Schlusslicht Wiener Neustadt.

Die 12.466 Zuschauer in Graz sahen schon nach acht Minuten eine strittige Situation. Andreas Gruber fiel im Strafraum im Duell mit Grödig-Goalie Cican Stankovic, der für den verletzten Manuel Schüttengruber nachnominierte Schiedsrichter Gerald Grobelnik entschied aber wohl zu Recht auf Schwalbe und Gelb für den Sturm-Hoffnungsträger.

Piesinger stochert Ball über die Linie
Die zuletzt erfolgsverwöhnten Sturm-Fans mussten aber trotzdem nicht lange auf den ersten Torjubel warten. Einen Schick-Eckball brachten die Grödiger nicht weg und nach einer Madl-Hereingabe stocherte Piesinger den Ball aus vier Metern über die Linie (20.). Der Mittelfeldspieler stand damit einmal mehr goldrichtig, untermauerte mit seinem schon siebenten Treffer seine diese Saison neugewonnenen Goalgetter-Qualitäten.

Die Grazer hatten da ihre beste Phase, Stankovic hielt aber einen Madl-Kopfball (26.) und konnte einen Kienast-Kopfball (27.) über die Latte drehen. Insgesamt waren die Salzburger aber absolut ebenbürtig, sehr beweglich, schalteten schnell um und stellten die Grazer vor Probleme. Der Ausgleich war daher durchaus leistungsgerecht. Christian Gratzei sah bei einem Nutz-Freistoß schlecht aus, konnte den Ball nur kurz abwehren und Maak staubte aus kurzer Distanz zum 1:1 (31.) ab.

Kienast lässt Grazer jubeln
Nach dem Seitenwechsel fehlte den Grazern lange Zeit die nötige Effizienz. Ein von der Hand von Robert Strobl abgefälschter Spendlhofer-Schuss landete an der Stange (51.), der Elfmeterpfiff blieb aus, da die Aktion äußerst schwer zu sehen war. Zudem schob Kienast den Ball aus sieben Metern stümperhaft neben das Tor (62.). Martschinko kritisierte unmittelbar danach wohl in Richtung des Linienrichters und sah wenig überraschend die Ampelkarte.

Die Grazer zogen daraufhin ein Power-Play auf, vermochten es aber nicht, gefährlich bis in den Strafraum zu kombinieren. Der Abwehrriegel der Salzburger stand sehr gut und sie wurden beinahe auch für ihre kämpferische Leistung und ihren Willen mit einem Punkt belohnt. Kienast stieg aber nach einem Schick-Kopfball am Höchsten und traf zum am Ende doch verdienten 2:1 (92.). Er machte damit auch seine zuvor vergebene Topchance vergessen und sorgte für den dritten Sturm-Sieg gegen Grödig hintereinander.

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