Do, 19. Oktober 2017

Sport-Betrug

16.04.2015 19:06

Gericht als Arena für den Wett-Skandal

Mit mehrjährigen Haftstrafen endete im Oktober der Mega-Prozess um etliche Spielmanipulationen im Fußball. Nach dem Schlusspfiff in Graz geht das Wettskandal-Verfahren am Nebenschauplatz in Salzburg in die Verlängerung: Hier sind zwei "Gewinner" angeklagt, die mit ihren Tipps 100.000 € eingestreift haben sollen.

Im Visier der Anklage: Ein früherer Spieler (38) und dessen Onkel (56), die gemeinsame Sache mit einem Wettpaten aus Deutschland gemacht haben sollen. Letzterer wurde mittlerweile zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Konkret geht es um zwei Fußballspiele im September und im Oktober 2009, die von der Wett-Mafia manipuliert gewesen sein sollen. Der Spieler und sein Onkel platzierten über zwei verschiedene Wettanbieter eben Tipps auf diese Partien, was bei der ersten Begegnung auch funktionierte: Das Match nahm den gewünschten Ausgang, gut 100.000 Euro Gewinn sprang für die Beteiligten heraus. Einzig die zweite Partie endete nicht wie gewünscht. Hier verlor jener Verein, der eigentlich gewinnen sollte.

Zehn Jahre Haft drohen
Für die Staatsanwaltschaft damit eindeutig Betrug! Nur: Das Verfahren fand bisher noch nicht statt. Ein erster Termin im Februar wurde abgesagt, am Donnerstag meldete sich einer der Angeklagten krank. Wann nun der Prozess beginnen kann, ist fraglich. Immerhin drohen den beiden Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft.

Im großen Verfahren in Graz wurde damals 15 Tage lang verhandelt. Dabei waren fünf ehemalige Profi-Kicker sowie fünf Beteiligte angeklagt. Insgesamt ging es um 18 manipulierte Bundesliga-Spiele. Der frühere Kicker Sanel K. fasste dabei fünf Jahre Haft aus. Ein Spieler aus Salzburg kam mit einer teilbedingten Strafe von drei Jahren, davon eben zwei bedingt, davon. Er nahm die Strafe an.

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