Mi, 22. November 2017

Auf Klo versteckt

16.04.2015 09:25

Schachmeister beim Schummeln mit iPhone erwischt

Läufer auf C3 oder doch lieber den Turm auf D5? Weil der georgische Schachgroßmeister Gaioz Nigalidze bei seiner Partie gegen den armenischen Großmeister Tigran L. Petrosian während des Open Chess Tournament in Dubai nicht weiterwusste, befragte er kurzerhand sein iPhone, das er auf der Toilette versteckt hatte. Jetzt droht dem 25-Jährigen eine dreijährige Sperre.

Auffällig oft hatte der georgische Schachgroßmeister während seiner Partie gegen Petrosian die Toilette aufgesucht, sodass dieser schließlich misstrauisch wurde und wegen Betrugsverdachts die Turnierleitung informierte. Die untersuchte Nigalidze, fand jedoch keinerlei Hilfsmittel bei ihm.

Zum Verhängnis wurde dem Georgier jedoch, als der Schiedsrichter vorschlug, die Toiletten zu filzen. Da Nigalidze stets dieselbe Toilettenkabine aufgesucht hatte, wurden die Organisatoren des Schachturniers schnell fündig: Eingewickelt in Toilettenpapier, fanden sie in einer der Kabinen hinter der Klomuschel versteckt ein iPhone sowie ein Headset.

Nigalidze bestritt zunächst, dass es sein Smartphone sei. Dummerweise hatte er jedoch vergessen, sich aus einem sozialen Netzwerk auszuloggen, und konnte so überführt werden, wie die Turnierleitung mitteilte. In einer Schach-App auf dem Smartphone waren zudem genau jene Züge verzeichnet, die Nigalidze gegen seinen Herausforderer gemacht hatte.

Nigalidze wurde des Turniers verwiesen, der Internationale Schachverband über die Schummelei informiert. Dem Georgier droht nun eine dreijährige Sperre. Sollte er erneut beim Schummeln erwischt werden, müsste er 15 Jahre zwangspausieren.

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