Mo, 20. November 2017

„Optionen am Tisch“

16.04.2015 09:12

Weltbank erwägt Klage wegen Hypo/Heta-Anleihen

Die Weltbank erwägt laut einem Medienbericht eine Klage gegen Österreich wegen des Hypo-Schuldenschnitts - auch die Weltbank-Tochter IBRD ist von dem Haircut im Hypo-Sondergesetz 2014 betroffen. Es geht um sogenannte Nachrang-Anleihen über 150 Millionen Euro. Offiziell heißt es bei der Weltbank: "Alle Optionen liegen auf dem Tisch, inklusive einer Klage."

Die Weltbank wollte voriges Jahr bereits vom Schuldenschnitt ausgenommen werden, war mit dem Ansinnen aber abgeblitzt. Weltbank-Präsident Jim Yong Kim habe sich darüber auch bei Außenminister Sebastian Kurz am Rande der UNO-Vollversammlung beschwert, dies werde auch in Wien bestätigt. Dem "Standard" zufolge machen auch die USA und China Druck.

Dem Vernehmen nach sollen sich Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling und der Weltbank-Präsident in Washington treffen, was Entspannung symbolisieren würde. Von Freitag bis Sonntag findet dort die Frühjahrstagung von IWF und Weltbank statt.

Ausweg, um doch an 150 Millionen zu kommen?
Der "Standard" bringt auch einen "Ausweg" ins Spiel, wonach Österreich seine Beiträge bei der Weltbank aufstocken könnte - "zufällig um 150 Millionen Euro". Damit wäre die Weltbank schadlos, Österreich hätte alle Gläubiger gleichbehandelt und leiste sogar einen Beitrag für internationale Entwicklung.

Sollte diese Variante verfolgt werden, bliebe aber die Frage, ob man sich in Washington darauf einlasse, schließlich wolle dort niemand einen Präzedenzfall.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden