Mi, 22. November 2017

Streit eskalierte

15.04.2015 17:21

Tragödie in Familie löste Mutter-Mord aus!

Eine Familientragödie vor zehn Jahren könnte jenen 34-jährigen Sohn psychisch völlig aus der Bahn geworfen haben, der nun seine Mutter (62) in Steyr mit einem großen Stein und einer Axt getötet hat. Denn nach dem Selbstmord der Schwester der Ärztin soll es zwischen Mutter und Sohn immer wieder gekracht haben.

Nach den Befragungen über die völlig unverständliche Schreckenstat wurde der 34-jährige Nirmal K. von Linz jetzt in das Gefängnis nach Garsten überstellt und über ihn auch die Untersuchungshaft verhängt, so der Leitende Steyrer Staatsanwalt Hofrat Guido Mairunteregg. Bei den Einvernahmen meinte Nirmal K. zu seinem Motiv: "Mir wurde von der Mutter immer nur befohlen und ich wurde von ihr bestohlen." Bis er schließlich am Montag seine Lieblingswollmützen nicht mehr fand und die Mutter verdächtigte: "Das brachte offenbar das Fass zum Überlaufen", sagt dazu Staats-anwalt Mairunteregg. Dass der Sohn von seiner Mutter bestohlen worden wäre, das dürfte sich nur aber in seiner Phantasie abgespielt haben.

Seit Jahren psychische Probleme
Denn Nirmal K. hatte schon seit Jahren psychische Probleme, war deshalb auch in ärztlicher Behandlung. Wobei in diesem Zusammenhang das Jahr 2005 ein sehr tiefer Einschnitt im Leben des heute 34-Jährigen gewesen sein könnte: Damals nahm sich eine Tante, eine Schwester von Hildegard K., das Leben. Ab diesem Zeitpunkt soll der Sohn seiner Mutter immer wieder Vorhalte gemacht haben. "Er war seit damals psychisch auffällig, es gab immer wieder Vorfälle, zum Beispiel wegen dem Führerschein", heißt es dazu. Bis es Montag bekanntlich zum heftigen Streit wegen zweier Hauben kam und der 34-Jährige seine Mutter mit einem Stein und einer Axt tötete, sich dann stellte. Die Ärztin - sie wird von Bekannten als "wahrer Engel" beschrieben, der allen half - wird am Freitag beigesetzt. Detail am Rande: In den 70er Jahren waren beide Eltern bei einem Verkehrsunfall gestorben.

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